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COLDSEED - Completion makes the Tragedy

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Artist COLDSEED
Title Completion makes the Tragedy
Homepage COLDSEED
Label NUCLEAR BLAST
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Nachdem sich Thomen Stauch als Drummer von BLIND GUARDIAN verabschiedet hatte, suchte er ein neues Betätigungsfeld. Zusammen mit Björn Strid von SOILWORK hob er also COLDSEED aus der Taufe. Auf den ersten Blick scheint dies eine ungewöhnliche Zusammenarbeit zu sein, da ja musikalisch die beiden Bands sehr von einander abweichen. Aber vielleicht macht ja gerade das die Kooperation und das hier nun vorliegende Werk aus. Einerseits die Melodieverliebtheit der „Blind Wächter“, andererseits die Brachialität der Schweden. Natürlich besteht die Band nicht nur aus den beiden Musikern. Vielmehr beteiligen sich auch noch Thorsten Preast an der Gitarre sowie Oli Wolzwarth am Viersaiter. Gonzo Alfageme López schwingt ebenfalls die E-Axt und Mi Schüren bedient das Tasteninstrument. Dabei fällt wohl den meisten auf, dass sich da noch zwei weitere ehemalige BLIND GUARDIAN-Musiker in das Line Up gebracht haben. Aber nur große Namen machen ein Album nicht groß – die Musik macht das!

Und genau bei der musikalischen Umsetzung ihrer Ideen merkt man von Anfang an, dass die Band weder bei BG-Fans wildern will, noch bei der SOILWORK-Anhängerschaft. Vielmehr fabrizieren die Jungs eine harte Mischung aus melodischen Passagen mit dem soilworktypischen Gesang. Schwere Gitarrenwände, flottes Schlagzeug und treibende Parts bringen die Songs voran und strapazieren die Nackenmuskulatur. Variabler Gesang und eingängige Texte tun ihr Übriges dazu. Jedoch besteht das Album nicht nur aus harten Stücken. Besonders der Song „Reflection“ hat es mir angetan. Ruhige akustische Parts, die in den Refrains mit Stromgitarre untermalt werden. Gen Mitte des Songs komplettiert man diesen mit einem guten wenn auch leicht kitschigen Gitarrensolo – ein rockiges und ohrwurmlastiges Stück. Als extremes Gegenstück und Rausschmeißer des Albums bedient hingegen „At Last“ die harte Metalschiene. Schnell, fies und gerade aus kommt dieses Stück daher und beendet das Album in gelungener Art und Weise. So bietet jeder Song etwas für den Hörer und bringt auf jeden Fall Spaß mit sich. Klanglich und handwerklich kann man auch nichts an der Veröffentlichung aussetzen. Die Musiker machen ihre Sache gut und den Mix durch Dirk Schlächter (GAMMA RAY) sowie die Produktion durch Charly Czajkowsky merkt man deutlich die Qualität an.

So kann ich abschließend nur sagen, die Mischung aus Einflüssen von BLIND GUARDIAN, SAVAGE CIRCUS und auch SOILWORK ist wirklich gelungen. Allerdings bringt sie nichts wirklich Neues mit sich. Diese Art der Musik wird von vielen Bands gemacht, und lediglich der qualitative Anspruch dieser Veröffentlichung hebt COLDSEED aus der Masse etwas hervor. Da merkt der Höher wohl einfach die Erfahrung der Musiker, die sie über die Jahre gesammelt haben. Allerdings sollten sich COLDSEED etwas mehr einfallen lassen um nach diesem Debüt auch zukünftig im Bereich des melodischen, wenn auch harten Metals an der Spitze mitmischen zu dürfen.

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