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COLOSSEUM - Chapter 1: Delirium

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Artist COLOSSEUM
Title Chapter 1: Delirium
Homepage COLOSSEUM
Label FIREBOX
Veröffentlichung 31.05.2009
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Grundidee zur Formation COLOSSEUM entstand im Jahre 2006, als Juhani Palomäki, Mastermind der Band YEARNING, ein Ventil für seinen Zustand allgemeiner Unzufriedenheit suchte. So beabsichtigen die Finnen von COLOSSEUM, mit ihrer Musik eine möglichst düstere und bedrückende Atmosphäre zu kreieren und bedienen sich dabei stilistisch bei den Genres Funeral Doom Metal sowie Dark Ambient, gemischt mit einer Spur orchestraler Arrangements. Das Debüt „Chapter 1: Delirium” weist bei einer Spielzeit von knapp über einer Stunde sechs Stücke mit, wie erwartet, jeweils opulenter Länge auf.

Bereits der Opener „The Gate of Adar“ gestaltet sich sehr atmosphärisch, wenngleich im Mittelteil relativ ideenarm. Da gefällt „Weathered“ als übernächster Track eine Spur besser; klingt insgesamt dynamischer und gewinnt durch den Passagenweise deutlichen Einsatz der Keys auch gleich an Charakter. „Saturnine Vastness“ überrascht nach einigen Minuten mit instrumental extrem minimalistischen, fast schon verträumten Passagen, geprägt durch eine eingängige Tonfolge. Daher ein durchaus interessanter Anspieltipp. „Aesthetics Of The Grotesque“ direkt im Anschluss ist eingangs stilistisch noch deutlich am Vorgängersong orientiert. Grundsätzlich lässt sich insofern eine Entwicklung feststellen, als dass das Album nach etwa der Hälfte der Spielzeit in sich stimmiger erscheint. Alles in allem schleppt sich die Scheibe genrekonform äußerst schwermütig dahin, klassisch tiefe Vocals von Fronter Palomäki. So gesehen also nichts wirklich Neues. Dennoch handelt es sich bei „Chapter 1: Delirium” insgesamt um keines der Doom Outputs, die in der gewissermaßen genrebedingten Monotonie vollends ersticken. Die orchestralen Passagen sowie deutliche, häufig gitarrenlastige Melodiebögen sorgen zu weiten Strecken für das erforderliche Maß an Abwechslung. Bei einigen Tracks werden zusätzlich noch dezente Background Chöre aufgeboten, wie etwa bei „Corridors of Desolation“.

Hin und wieder habe ich mir ganz klar schon mal den einen oder anderen zusätzlichen Akkord gewünscht, vielleicht auch mal so etwas wie einen zaghaften Energieschub; stellenweise gestaltet sich das Album also schon ein wenig langatmig. Insgesamt aber geht das Konzept auf und dem Hörer wird die intendierte Melancholie recht authentisch übermittelt. Allerdings muss man sich – das liegt bei Doom nun mal besonders nahe – darauf einlassen, denn sonst verfehlt „Chapter 1: Delirium” seine Wirkung.

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Colosseum 'Chapter 1: Delirium' Tracklist
1. The Gate of Adar Button MP3 bestellen
2. Corridors of Desolation Button MP3 bestellen
3. Weathered Button MP3 bestellen
4. Saturnine Vastness Button MP3 bestellen
5. Aesthetics of the Grotesque
6. Delirium Button MP3 bestellen
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