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COLOSSEUM - Chapter 2: Numquam

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Artist COLOSSEUM
Title Chapter 2: Numquam
Homepage COLOSSEUM
Label FIREDOOM
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Der perfekte Sound für dunkle, kalte, endlos lange Winternächte ist da! Die finnischen Funeral Doomer COLOSSEUM aus Riihimäki haben mit „Chapter 2: Numquam“ (zu Deutsch: „niemals“) wohl die absolut passende Untermalung für diese Jahreszeit und zudem den logischen Nachfolger ihres Erstlingswerkes „Chapter 1: Delirium“ geschaffen.

Tonnenschwere, dröhnend langsame Riffs, abgrundtiefe Growls, untermalt von orchestraler Begleitung. Sechs Songs plus Outro, die auf eine beachtliche Spielzeit von fast einer Stunde kommen – gut Doom will eben Weile haben. Und eines ist gewiss, nach einer Stunde ist man spätestens komplett im zähen Sumpf dieser abgrundtiefen mitreißenden Melodien versunken und betätigt wie hypnotisiert die Repeattaste. Bereits im Opener „Numquam“ verbreitet sich die Atmosphäre des Begräbnisdooms, der mit Ambientpassagen und Symphonicparts aufwarten kann. Selten habe ich eine symphonische Orchestrierung gehört, die sich so schön unaufdringlich ins Gesamtbild einfügt, stets zu vernehmen ist, aber dennoch nicht deplaziert wirkt – mal so am Rande: Dieses Album live, mit einem kompletten Orchester aufgeführt, wäre ein Gänsehautspektakel aller erster Güte! Selbst gelegentlich auftauchende Trompeten wie im zweiten Stück „Towards The Infinite“ zerreißen nur im ersten Moment die getragene Stimmung, fügen sich aber letzten Endes perfekt ein. Thematisch bewegt man sich auf der Spur von Tod, Hass, Paranoia, Depression, Selbstmord, Dunkelheit und Doom – schwere Kost also und so passend! Laut Bandaussagen eröffnet man mit diesem Album ein breiteres Spektrum und zudem neue Blickwinkel im Funeral Doom. Zugegeben, diese Art von Musik erfordert eine Menge Geduld, wer also noch nie etwas mit Doom zu tun hatte, wird sich mit einer solchen Scheibe schwer tun. (Funeral) Doomfans hingegen, sind mit diesem Ohrenschmaus bestens bedient.

Also Freunde der Langsamkeit, hier gilt es sofort zuzuschlagen, denn diese Scheibe wird auf 500 Exemplare limitiert sein – zumindest fürs Erste. Sollte man die Band mit einem Satz beschreiben, ginge es kaum treffender als mit diesem Auszug aus der Biographie: „Darkest hymns for forlorn souls, diving into the deepest abyss of mind“.

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