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COLOUR HAZE - To The Highest Gods We Know

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Artist COLOUR HAZE
Title To The Highest Gods We Know
Homepage COLOUR HAZE
Label ELEKTROHASCH
Leserbewertung
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Seit dem letzten Release der drei Münchner von COLOUR HAZE im Jahr 2012 ist nun so einige Zeit vergangen, aber das Warten hat jetzt endlich ein Ende: „To The Highest Gods We Know” ist da – übrigens relativ pünktlich zum runden Zwanziger des Bestehens der Band. Erwartungsgemäß klasse produziert und natürlich mit dem Qualitätssiegel des Labels Elektrohasch gesegnet, knüpft es einigermaßen nahtlos an den Vorgänger an, birgt aber auch Nuancen, die so vorher nicht von den Jungs zu hören waren. Aber denkt man das nicht eh oft? Jedenfalls enttäuscht das Album – wie nicht anders erwartet – in keinster Weise, sondern weiß wie immer mit der Genialität der Musiker, viel Fantasie und großartigem Sound zu beeindrucken.

Gleich der erste Track namens „Circles” führt in gewohnter Manier in psychedelische Tiefen, die zum wohligen Versinken verleiten. Die fetten Riffs halten die Laune hingegen weit oben auf dem Gipfel und der Kopf fängt unwillkürlich zu wackeln an. In diesem Zustand verweilt man dann ein wenig, denn die Stimmung hält sich zunächst („Paradise”). Ein Einstieg also, der gerade den Fans keine andere Wahl lässt, als das Ding schon jetzt zu feiern. Diejenigen, die COLOUR HAZE bisher noch nicht auf dem Schirm hatten, sollten sie sich spätestens jetzt hinter die Ohren schreiben. Mit „Überall” bohrt sich das Ganze geradezu noch weiter rein, es geht mit einer ausgewogenen Mischung aus heavy und verspielt so richtig ab. Fein gesetzte Akzente unterstreichen hier ganz besonders die offensichtliche Liebe zur Vielschichtigkeit und das Gefühl für die Details. Auch wenn der Gesang nicht die wichtigste Rolle in dieser Formation spielt, so kann man doch mit „Call” einmal mehr hören, was dabei herauskommt, wenn er bei COLOUR HAZE seinen Einsatz hat. Die sanfte Rauheit der Stimme passt perfekt zur nicht ganz so sanften Rauheit der Gitarre; garniert mit dem wohlklingenden Schlagzeug ergibt sich ein Lockstoff für die Ohren. Zum folgenden Stück „To The Highest Gods We Know” soll an dieser Stelle etwas mehr erzählt werden, denn es liefert eindeutig die abwechslungsreichsten und absonderlichsten zwölf Minuten auf dem Album. Sie beginnen mit spanisch anmutendem Gitarrenspiel, gefolgt von Gezupfe und Geklopfe, das teils von orientalischen Klängen begleitet wird. Unruhige, fast hysterische Passagen folgen, man fühlt sich in diesem Track wie auf einer Reise durch ständig wechselnde Landschaften. Doch letztendlich schließt sich in „To The Highest Gods We Know“ der Kreis und man kann die Leidenschaft für das Instrument förmlich hören. Manch einer mag allerdings auch das übliche Gezerre vermissen, das hier nur als Geschmacksträger dient. “Last Call” bildet einen sehr meditativen Abschluss mit nur wenigen Sounds, man darf sich vielleicht ein gut eineinhalbminütiges Gebet an welchen Gott auch immer vorstellen, denn auch der schöne Gesang klingt an dieser Stelle noch ein wenig spiritueller.

Unbedingt anhören und genießen, dieses Album ist einfach fantastisch und sehr rund, ein Muss für Leute, deren Ohren für dieses Genre gemacht wurden.

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