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.COM/KILL - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist .COM/KILL
Title s/t
Label ACCESSION RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
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Erster Gedanke: Wieso erinnert mich diese CD nur an DIARY OF DREAMS? Ich wollte tatsächlich die Vorzeige-Elektroniker als Vergleich angeben. Ohne Witz, erst bei der Recherche erfuhr ich dann, dass es sich auch in Wirklichkeit um ein elektronisches Nebenprojekt der Herren Adrian Hates und Gaun:A handelt.

Das Intro kam mir noch relativ seicht vor, aber schon ab dem zweiten Song geht die Geschichte richtig los, und mir wird eine elektronische Facette der Herrschaften präsentiert, die ich so in ihrem Hauptprojekt nie erahnt geschweige denn erhört hätte! Was alle Kompositionen vereint, sind die verspielten Konstruktionen und die mannigfaltige Kreativität, was strukturell auch Parallelen zu DAS ICH aufweist, aber trotzdem eine eigene zerstörerische Ader innehat. Geboten wird ein schöner, „dreckiger“ Elektro-Sound (ohne Gitarren), der gerne mal mit „Hau-Drauf“-Drums gepushed wird, aber auch die verspielten Schlagzeugsets bieten genügend „Wumms“, um anhaltendes Interesse zu erzeugen. Was mich im Laufe der CD eher abschreckte, war der Gesang, der unabhängig von der jeweiligen Ausrichtung (mal mehr mal weniger aggressiv), eher nichtssagend daherkommt. Wenn man das verdrängt (oder ganz einfach anderer Meinung als der Rezensent ist), kann man so einige Schmankerl wahrnehmen, meine Favoriten sind „Monster Divine“, „Who:Ah!“, „Out of Control“ und „Knecht der Lüge“.

Am Schluss kann man ohne weiteres konstatieren, dass .COM/KILL hier eine gute Veröffentlichung abseits bekannter DIARY-Pfade vorgelegt haben, aber es gibt auch ein paar Schwachstellen, und ohne den Gesang hätte dem Ganzen wohl eine (noch) höhere Wertung gegeben. Großes Potential ist definitiv vorhanden, aber auf den letzten Metern fehlt der CD doch etwas zur wahren Größe.

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