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COMBICHRIST - Frost EP: Sent to destroy

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Artist COMBICHRIST
Title Frost EP: Sent to destroy
Homepage COMBICHRIST
Label OUT OF LINE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.7/10 (6 Bewertungen)

Nach einer kurzen Auszeit, die der gute Andy LaPlegua leider mit privaten Problem füllen musste (öffentlich gemacht auf seiner MySpace Seite – nicht dass wir vom Terrorverlag an Gossip interessiert wären…) erscheint nun wieder neues Klangfutter für alle tanzbegeisterten AggroTech Fans. In guter Tradition der alternierenden Veröffentlichung von EPs und Langspielern haut der Norweger als leckeren Appetizer des vielerorts erwarteten 4. Albums wieder etwas Vorab-Material heraus. Getauft auf den Namen „Frost EP: Sent to destroy“ dürfte allen klar sein, dass hier kein Weiber Electro auf den Tisch kommt. Und das ist gerade angesichts der angesprochenen Private Hell des Bloody Warlords auch nicht zu erwarten gewesen.

Aufgeteilt wurde die Platte in 3 Blöcke mit jeweils 3 Tracks. Ein Trio neuer Songs und jeweils 3 Remixe von Stück 1 und 3, auf eine Bearbeitung des Instrumentals „The Kill“ wurde verzichtet. Vermutlich wird dieses Stück dann mit Vocals auf der nächsten Full Length zu finden sein. Das Titelstück ist ein Tanzbodensmasher par excellence: Harte Sequenzer Lines, aggressiver Gesang, EBM-affiner, drückender Sound. Auch der Text dreht sich ohrenscheinlich um Verwüstung und Zerstörung, ohne dass ich den allerletzten Sinn akustisch durchschaue. Ist ja auch nicht so wichtig, der Song reiht sich nahtlos ein die schon recht lange Hitliste wie „Blut Royale“ oder „Get your Body Beat“, auf gar keinen Fall geben sich COMBICHRIST hier ausgewimped. „Prince of E-Ville“ (netter Titel) wirkt deutlich reduzierter im Sound. Sprechgesang und die Dominanz der Rhythmus Line geben diesem Stück einen leicht technoiden Touch. „The Kill“ schließlich erinnert im Fundament ein wenig an VNV NATION, allerdings auf Härte und Durchschlagskraft getrimmt. Ein paar Flächen und Effekte tragen ihr Übriges zum Gelingen bei. Die Remixer sind allesamt recht namhaft, wobei sich die absoluten Genregrößen (ROTERSAND, SUICIDE COMMANDO) an dem vermeintlich „wichtigeren“ Original austoben durften. Wobei insbesondere Johan der Wucht des Ausgangsmaterials kaum noch neue Facetten zufügen kann, währen Rasc und Co. gerade auch durch den Trance-mässigen Einstieg für mehr Freude beim Hörer sorgen. NORTHBORNE mit IOC-Kumpel Lund gestalten „Sent to destroy“ etwas kompakter, offener. Von den 3 „E-Ville“ Bearbeitungen gefällt mir die Version von BABYLAND am besten, die dem Lied eine völlig neue Richtung verpasst haben. Das Ganze klingt nun wie ein New Wave/ Romantics-Titel, komplett mit leichten EURYTHMICS („Sweet Dreams“) Avancen zu Beginn. Die Labelmates ACCESSORY gehen erwartungsgemäß aggressiver zu Werke.

Für 10 Euro eine absolut lohnenswerte Anschaffung, wenngleich man wohl 2 Songs demnächst dann noch einmal in einer CC-Tracklist finden wird. Die insgesamt 46 Minuten vergehen angesichts der überbordenden Spielfreude und Härte LaPleguas wie im Flug und weisen sehr viele Epigonen mal wieder eindrucksvoll in die Schranken. Live wird das Material insbesondere indoor beim Amphi 2008 sicherlich die ein oder andere Leuchtstange zum Explodieren bringen.

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