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CONIL - Dog meat stew/ Time settles

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Artist CONIL
Title Dog meat stew/ Time settles
Homepage CONIL
Label GREAT HARE RECORDS
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Frisch aus dem Musikmekka London erreicht uns eine Single von Singer/ Songwriter CONIL. Der Mann ist ein äußerst unbeschriebenes Blatt, selbst seine Homepage darf man getrost als „spärlich“ bezeichnen. Außer einem Foto, auf dem man ein Frank Zappa–Lookalike erkennt, bekommt man keine weiteren Informationen. Ein Aufkleber auf der CD-Hülle weist nachdrücklich auf die Zusammenarbeit mit dem Bassisten Danny Thompson hin, der immerhin in der Vergangenheit auch für Nick Drake, John Martyn und Tim Buckley gespielt hat. Alles Namen, die wohl eher unseren Eltern ein Begriff sind, hatten doch alle Herren ihre Hochzeiten Ende der 60er/ Anfang der 70er des letzten Jahrhunderts. Tim Buckley und Nick Drake weilen auch schon länger nicht mehr unter uns, ersterer gab sich vorzeitig den goldenen Schuss, zweiter erlag einer Überdosis Antidepressiva.

Damit lässt sich nun hervorragend eine Brücke zur Musik von CONIL schlagen, denn sein erster Song “Dog meat stew”, mit Textzeilen wie „Lost my dog after smoked something I knew I shouldn’t have“ thematisiert auch einen als unsolide zu bezeichnenden Lebenswandel. Das Stück baut sich langsam kaskadisch auf, erst nur Akustikgitarre und Gesang, dann langsam einsetzende Perkussion. Unterstützt mit der Stromgitarre geht es nun dem ersten Höhepunkt entgegen. Nach einem kurzen Gitarrensolo, das auch zu ZAPPA gepasst hätte, folgt eine weitere ruhige Passage, um sich alsbald auf den zweiten Höhepunkt zuzuarbeiten. Gnadenlos lässt CONIL dabei den Zuhörer an der Unzufriedenheit über seinen derzeitigen Lebensstil teilhaben.

“Time Settles” ist dann eine ganz ruhige Angelegenheit. Nur die Akustikgitarre und sehr dezente Perkussion, dazu CONILs Stimme, eher wie ein weiteres Instrument. Erinnert mich am ehesten an STEVE SKAITH, Ex-Sänger der 80er Kombo LATIN QUARTER, der es auf Solopfaden auch immer wieder schafft, derart wunderschön reduzierte Klang-Perlen zu schaffen. 3 ½ Minuten, die im Fluge vergehen und auch nach einer halben Stunde Dauerrotation wächst das Stück noch statt mir überdrüssig zu werden. Ein interessanter Output, der in jedem Fall neugierig auf mehr macht!

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