Band Filter

CONMOTO - Cut Cut Cut

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CONMOTO
Title Cut Cut Cut
Homepage CONMOTO
Label NOISOLUTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (3 Bewertungen)

CONMOTO bestehen zu ¾ aus der inzwischen seit zwei Jahren aufgelösten Band BUBONIX, die jahrelang die deutschen HC-Gefilde bereichert haben. Jetzt machen Oliver Kunze (Bass), Markus Klees (Gitarre und Vocals) und Sarah de Castro (Vocals & Gitarre) unter der Firmierung CONMOTO weiter und haben sich für die Schießbude Manuel Schneider ins Boot geholt. Auch unter neuer Flagge steht bei den vier Limburgern weiterhin Hardcore auf dem Programm, jedoch in leicht abgewandelter Form, was insbesondere an der Neubesetzung am Mikro liegt.

Sieben Tage war das Quartett mit Kurt Ebelhäuser (SCUMBUCKET, BLACKMAIL) im Studio und das der Mann seine Finger mit im Spiel hat, ist schon beim Opener „Golden Dawn“ zu hören. Die Hooks sind im besten Sinne Ebelhäuser-Geschrammel und treffen dabei auch extrem straighten Screamo-Gesang, dass es nur so eine Freude ist. Das folgende „Othero“ geht ebenfalls in die Vollen, gönnt sich zwischenzeitlich aber auch eine kleine Verschnaufpause mit cleanen Vocals, während „1000 Doves“ sich im energiegeladenen Schrammeln übt. Mit „Van Streefkerk“ geht’s mit Highspeed in die nächste Runde, bevor „Bill The Butcher“ eine etwas ruhigere, aber keineswegs weniger energiegeladene Seite von CONMOTO zum Vorschein bringt. Damit ist mit „Borders & Flights“ bereits umgehend Schluss; stattdessen gibt’s wieder ordentlich was auf die Mütze, aber auch hier ist Abwechslung angesagt und so finden sich plötzlich sogar fast poppig zu nennende Passagen mit geradezu süßem Gesang zwischen den brachialen Gitarrenriffs und dem massiven Schlagzeuggeballer. Beide Zutaten sowie kraftvolle Screamo-Vocals zeichnen „Be A Knife“ und „Cutting Off“ aus, bisweilen verlegt sich Frau de Castro schon einmal auf die einschmeichelnde Seite ihrer Stimme, um schließlich beim blitzschnellen „14 Punkte Flensburg“ in die deutsche Sprache zu wechseln. Vielleicht liegt es daran, dass die vorherigen acht Songs englischsprachig waren, irgendwie wirkt der muttersprachliche Text etwas fremd, aber dank „Devil To Feed“ rockt das umtriebige Kleeblatt schon bald im international verständlichen Idiom nach vorn. Bleibt noch das finale „Eating Glass“, das noch einmal alle Register zieht, bevor es nach gerade mal einer guten halben Stunde plötzlich ziemlich ruhig in meinem Wohnzimmer wird.

„Cut Cut Cut“ ist in der Tat im besten Sinne kurz und knackig geraten. CONMOTO haben sich auf das Wesentliche konzentriert und ein hochenergetisches Debüt abgeliefert, mit dem sie unter Beweis stellen, dass sie keinesfalls blutige Anfänger sind, auf der anderen Seite jedoch noch genug frische Ideen für einen gelungenen Neustart mitbringen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu CONMOTO