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CONVULSIF - Extinct

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Artist CONVULSIF
Title Extinct
Homepage CONVULSIF
Label HUMMUS RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Was die Eidgenossen von CONVULSIF mit ihrem fünften Album „Extinct“ abliefern, hat nichts zu tun mit sprichwörtlich zartschmelzender Schweizer Schokolade für die Ohren. Auch die Cremigkeit goldgelben Almkäses in den Gehörgängen des geneigten Musikinteressenten wird man im Zusammenhang mit den fünf Songs von Jamasp Jhabvala (Violine & Electronik), Christian Müller (Bassklarinette & Elektronik), Loir Grobéty (E-Bass) und Maxime Hänsenberger (Drums) nicht als Vergleich für den Sound des Vierers finden. Die Herrschaften haben sich nämlich einen derart radikalen Mix aus Noise, Metal, Jazz und Grindcore auf die Fahnen geschrieben, dass sie damit soweit es nur irgend möglich ist, vom Mainstream entfernt sind und wenn sie garantiert eines nicht wollen, dann ist es mehrheitsfähige Gefälligkeit.

Als Quartett verrückter experimenteller Extremisten beherrschen CONVULSIF die Klaviatur des perfekten Deliriums aus Untergang, Lärm und Dröhnen perfekt. Was da aus den Boxen wabert, ist albtraumhaft, repetitiv und verstörend. Auf Gesang verzichten die Musiker, gelegentlich finden sich in den Tonfolgen Klänge wieder, die zumindest entfernt an menschliche Stimmen erinnern. Bisweilen spannen CONVULSIF ihre Fans auch wie bei „Five Days of Open Bones“ zusätzlich mit ätherischen Melodien auf die Folter, bis es schließlich zu einem an den Nerven zerrenden, hektischen Finale kommt, das seine Fortsetzung im schrägen Stakkato von „Surround The Arms of Revolution“ findet.

Nein, massentauglich sind CONVULSIF und „Exinct“ wahrlich nicht! Das metal-jazzige „Feed My Spirit Side By Side“ ist mit vielmehr gewaltig auf den Sender gegangen, sodass ich beinahe froh war, dass „The Axe Will Break“ bassbetonte Lethargie auf den Plan hob, nachdem mich die Truppe zu Beginn dank „Buried Between One“ mit dumpfen Krachen und elektronischen Störgeräuschen empfangen hatte. Charles Darwin wird im Inneren des Digipaks mit dem Zitat „A Most Paradoxical Mixture of Sound & Silence“ erwähnt. So ist es wohl und den Hartgesottenen innerhalb der Terrorverlag-Leserschaft sei die Platte gern zur eigenen Prüfung empfohlen – ich bin da raus!

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