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COOGANS BLUFF - CB Funk

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Artist COOGANS BLUFF
Title CB Funk
Homepage COOGANS BLUFF
Label DRITTE WAHL RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (3 Bewertungen)

Vier Rostocker, deren Ärsche bereits anatomisch geformte Abdrücke in VW-Bullis hinterlassen haben und sich einige Kerben auf der Live-Show Gitarre einritzen durften, zeigen uns 5 Jahre nach Gründung, wo Krachmusik heute stattfindet. Das langhaarige Quartett mit dem scheinbaren Clint Eastwood Faible ackert sich durch bezeichnende Titel wie „Fatman“ oder „Suck my balls“, ohne einen Hehl daraus zu machen, dass man in der Jugend wohl zuviel MOTÖRHEAD & Co gehört hat.

Was will man auch anderes erwarten, wenn sich Bandmitglieder als Freako Batemann oder T.C. Porno titulieren lassen. Da weiß man bereits, was kommt. Dafür sorgt auch das elfminütige Instrumentalsoli, welches sich vom balladesken Frickler zum hammerschwingenden Monstrum wandelt. Besser gefällt und wesentlich weniger Ausdauer erfordert „Fatman“. Dessen 60ies Orgel-Krachmach-Gedöhns mahlt sich wunderbar durch die Gehörmühle, auch dank der knackigen Kürze und des eindringlichen Plärrgesangs. Der bleibt erhalten, gottseidank. Braucht man ja auch, denn „Suck my balls“ besitzt Entertainerqualitäten. Morgens um drei in der Versumpfkneipe deines Vertrauens weckt dieser Song Lebensgeister. Danach kannst du mit deinem Freund Lemmy, der mit der Gesichtswarze, auch gleich noch einen trinken gehen. Wenn der „Poison Juice“ deine Kehle hinabgeronnen ist heißt’s für dreißig Sekunden „Running wild“, bevor „Mountains“ etwas abrupt das Tempo nimmt. Das mäandernde Gitarrenwerk schleppt sich schwerfällig melodisch dahin und besitzt Soundcheck-Charakter, bevor wenig später mit „Teach me Tiger“ und „360“ wieder Brandrodung im Gehör betrieben wird. Das kracht, krächzt und verteilt dennoch Eintrittskarten zur frei entfalteten Kopfbewegung. Die Nackenmuskulatur soll ja auch entspannt werden, doch im Falle des 20minütigen „Clean machine“ sollte man von dauerhaftem Einsatz absehen.

COOGANS BLUFF, die rastlose Jagd eines Hinterwäldler-Cops nach einem Großstadtverbrecher oder auch die über Jahre andauernde Odyssee einer norddeutschen Band durch deutsche Live-Clubs. Gerade die Live-Qualitäten will man der Formation nach erstem Hören von „CB-Funk“ keinesfalls absprechen und auch sonst gefallen die erdigen Grooves, die temporeichen Einlagen auf sattem Bassfundament und der fast schon klischeehafte Gesang. Auch wenn man sich im Klaren sein muss, dass COOGANS BLUFF eben keine Experimente machen, sondern nur „ihr“ Ding durchziehen wollen.

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