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CORDE OBLIQUE - Respiri

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Artist CORDE OBLIQUE
Title Respiri
Homepage CORDE OBLIQUE
Label ARK RECORDS
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Folkbands scheint es in Südeuropa Unzählige zu geben. Unter Ihnen auch CORDE OBLIQUE aus Italien, deren Gründer den Namen Riccardo Prencipe trägt. Einigen wird der Komponist und Gitarrist vielleicht ein Begriff sein, vielleicht durch sein vorheriges Projekt namens LUPERCALIA. Eine Möglichkeit mehr kreative Ideen zu fördern, sah Riccardo einerseits in der Umbenennung des Bandnamens in CORDE OBLIQUE und andererseits in der Zusammenarbeit mit vielen Gastmusikern und neuen Instrumenten. So trugen zum aktuellen Album namens „Respiri“ (dt. Atem) die Künstler Catarina Pontradolfo, Catarina Raposo (DWELLING), Alessandra Santovito (HEXPEROS, ex GOTHICA), Alfredo Notarloberti (ARGINE, ASHRAM), Luigi Rubino (ASHRAM) und Corrado Videtta (ARGINE) einen entscheidenden Anteil bei. Die CD ist in einem Boxset inklusive 20-seitigem Booklet erschienen, in welchem Arbeiten international erfolgreicher Fotografen zu finden sind.

Das Intro beginnt mit charmeversprühenden Gitarren- und Violinenklängen. Zusätzlich ertönt die Klarinette in „My Promise“, sowie ein orientalisch anmutender Gesang, der eine klassisch antike Atmosphäre zaubert. Zwischendrin immer wieder kurze Instrumentalstücke. Vordergründig ist jedoch immer das meisterhafte Gitarrenspiel des Initiators Riccardo Prencipe zu hören. Eingängiger, fast poppig klingt „Evendi“, mit dem warmen und leidenschaftlichen Gesang Corrado Videttas und perfektem Violinespiel. Wieder eine neue Stimme bereichert „Waves“. Diesmal singt Catarina Raposo sehr weich und melancholisch in englischer Sprache. Mit den nächsten hauptsächlich instrumentalen Stücken folgen zwei Songs, die mich eher langweilen. Auch das wieder orientalisch klingende „Ascesi“ kann nicht begeistern. Nachdem ich fast nichts mehr erwarte, fesselt mich jedoch die wunderschöne Stimme von Alessandra Santovito in der fantastischen Ballade „Orme“. Ruhig und atmosphärisch in einem perfekten Zusammenspiel der Instrumente. Ein phantasievolles Spielen auf den Tasten bietet das gleichnamige italienische Klaviersolo „Fantasia Sui Tasti Bianchi“. Beide Teile von „A Guitar Sounded Like A Lute“ könnte man leicht als Lückenfüller bezeichnen. Nicht unschön, aber eher unbedeutsam. Der nächste Lichtblick ist das darauffolgende „Dentro“ mit dem impulsiven Sopran der Catarina Pontradolfo und einem Wechselspiel aus Streich- und Schlaginstrumenten. Passend und würdevoll endet das Album mit dem verträumten aber sehr langgezogenen „Winds of Fortune“.

Das Album bewegt sich zwischen den Attributen fesselnd, schön, verträumt und gewöhnungsbedürftig. Es gibt Stücke, die lassen einen in Gedanken in ferne, mediterrane Länder reisen, versprühen Mystik und Magie. Einige Titel dagegen sind eher langweilig bzw. -atmig. Das Ganze hat etwas von einem Sampler und wirkt in sich gebrochen. Das mag an den vielen Künstlern liegen oder auch an den vielen Instrumentalstücken. Kenner und Genießer werden bestimmt ihre Freude an diesem Werk finden. Alle Anderen sollten vorher ausgiebig reinhören!

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