Band Filter

CORPSE EXPRESS - …And She Walked With The Dead

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CORPSE EXPRESS
Title …And She Walked With The Dead
Homepage CORPSE EXPRESS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (3 Bewertungen)

Mit einer dicken Portion Rock ‘n’ Roll unter dem Arm kommt das Quartett CORPSE EXPRESS 2009 daher. Vor fünf Jahren als kleine Kellerband mit ein paar Coverversionen im Gepäck gegründet, marschiert die Truppe jetzt straight aus dem heimischen Proberaum in den Gehörgang. Die neue EP ‘…And She Walked With The Dead’ verspricht fünf trendfreie Tracks, die zwischen Hardrock, Punk und Oldschool-Metal trotzdem nicht altbacken klingen sollen. Dass sie mit ihrem Sound den Begriff Musik nicht neu definieren, weiß die Truppe selber. Viel wichtiger ist hier der Weg, der am Ende zum verdienten Ziel führen soll.

Eröffnet wird das Spektakel mit der Hardrock-Nummer „Owner of the Desert Sand“. Getreu der alten Schule dominiert hier die schwere Klampfe nebst der melodischen Stimme von Sänger und Basser Fabian Killer (welch wunderbar passender Name!). Mit Gitarrensolo und weiblichem Backgroundgesang geht man weiter voran und markiert einen dicken 80er-Metal-Sound. Rockiger geht es beim zweiten Track „First Love“ zu. Ein Text rund um Liebe und wandelnde Tote und die passenden Chöre im Hintergrund zeigen, dass man sich deutlich bei Vorbildern wie den MISFITS bedient hat. Traditionelle Klänge in modernem Gewand, wie auch die folgenden Stücke beweisen. Ob rotziger Punkrock bei „Losing“ oder stampfende Hardrock-Riffs, siehe das darauf folgende ‘No Light’: CORPSE EXPRESS lieben ihre Musik und verzichten dabei auf jegliche Szene. Ein frischer Sound verpackt das ganze ansprechend, hebt dabei aber auch deutlich die Rock ‘n’ Roll-Note hervor. Ähnlich klingt die CD dann auch mit dem letzten Stück ‘Never say Die’ aus. Mit viel Rock und Melodie geht es voran, ein bisschen Groove dazu und am Ende greift man wieder auf obligatorisches Drumming und kurz solierende Klampfe zurück. Und Zack, ist der Spaß auch schon vorbei. Kleiner Kritikpunkt zum Schluss: Die Stimme des Fronters wirkt für mich auf Dauer etwas monoton.

Anstatt zu experimentieren, bringen CORPSE EXPRESS es lieber genau auf den Punkt. Rockig und arschcool versuchen sie sich hier und erfüllen damit auch voll und ganz die eigens gestellten Erwartungen. Kein bahnbrechendes Werk, aber seine Freude sollte jeder, der auf Selfmade-Rock mit viel Tradition steht, an „…And She Walked With The Dead“ haben. Wenn man anschließend noch mit Hilfe dieser EP das passende Label an Land ziehen kann, sollte für die Band in Zukunft eigentlich nichts mehr schief gehen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu CORPSE EXPRESS