Band Filter

Request did not return a valid result

CORVUS CORAX - Gimlie

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CORVUS CORAX
Title Gimlie
Homepage CORVUS CORAX
Label BEHSSMOKUM RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.5/10 (2 Bewertungen)

Musste noch jemand beim Titel des neuen Albums der selbsternannten „Könige der Spielleute“ an den Zwerg aus „Der Herr der Ringe“ denken? Mit Tolkien hat das neue Werk von CORVUS CORAX aber herzlich wenig zu tun – dafür umso mehr mit guter Musik! Thematisch haben sich die Spielleute dieses Mal unter anderem wieder der nordischen Mythologie zugewandt, was ihnen gut zu Gesichte steht, berichten vom goldenen Zeitalter der Germanen und Wikinger nach dem Ragnarök. Lassen germanische und keltische Geschichten aufleben, widmen sich dem legendären Helden Beowulf, präsentieren eine Volkswaise aus Island und noch viel mehr. Inhaltlich ist also schon einmal für höchste Abwechslung gesorgt.

Musikalisch präsentiert man sich gewohnt traditionell mittelalterlich, ganz der Spielmanns-Tradition verpflichtet und zaubert mit allerlei Gastmusikern (u.a. von OMNIA und CULTUS FEROX) ein urtypisches Feuerwerk dieser Stilistik ab, das den Hörer einfach nur begeistert tanzen und nach dem Methorn greifen lässt. Dabei bewegen sich die Musiker nicht etwas in neue Regionen vor, sondern perfektionieren ihre Spielweise und legen dabei eines ihrer besten und abwechslungsreichsten Alben vor, zu dem sich herrlich feiern lässt. Dudelsäcke, Trommeln, Drehleier, Schalmeien und räudige Gesänge bestimmen das Bild. Natürlich wird „Gimlie“ niemanden zum Mittelalter-Musik-Fan machen, der es nicht schon war, allerdings dürfte der verstärkte Anteil an folkigen Elementen und der erhöhte Abwechslungsreichtum der Lieder durchaus für neue Fans in den Reihen der Band sorgen.

Das beste und herausragendste Stück ist aber eine Coverversion. CORVUS CORAX haben sich nämlich an AMON AMARTH gewagt und ihren Übersong „Twilight Of The Thunder God“ als kongenialen Mittelaltersong gecovert. Woran sich SABATON die Zähne ausgebissen haben, weil sie es nicht schafften, der Metal-Hymne eine eigene Identität zu verleihen, sondern den Song nur schlechter nachspielten, da punkten CORVUS CORAX auf ganzer Linie. Sie haben dem Klassiker ihren Stempel aufgedrückt, sind ihm aber dennoch treu geblieben und haben das Original nicht verunglimpft. Völlig genial! Ich als beinharter AMON AMARTH-Fan hätte nicht gedacht, dass eine mittelalterliche Interpretation des Songs so dermaßen geil funktioniert. Zwar haben die Kollegen von SALTATIO MORTIS sich schon mal in Bückeburg an „Pursuit Of The Vikings“ versucht, aber dass ein AA-Track so dermaßen genial von einem Genre ins nächste transportiert werden kann, verdient schon Respekt, beim Odin!

Fazit: ein tolles Werk, das sich jeder Mittelalter-Fan in den Schrank stellen sollte.

1 Kommentar

  1. Gidorah sagt:

    Da hauen die so ein Meisterwerk raus !!!
    Unglaublich …..

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

CORVUS CORAX - Weitere Rezensionen

Mehr zu CORVUS CORAX