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CORVUS CORAX - Venus Vina Musica

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Artist CORVUS CORAX
Title Venus Vina Musica
Homepage CORVUS CORAX
Label PICA MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.5/10 (4 Bewertungen)

Sie scheinen niemals zu ruhen, die Musiker von CORVUS CORAX (bzw. die Musiker von TANZWUT). Hatten sie vor kurzem noch ein opulentes Mahl unter der Bezeichnung CANTUS BURANUS herausgebracht, eine Live-CD und -DVD hinterhergeschoben, dann mit TANZWUT eine neue Doppel-CD („Schattenreiter“) veröffentlicht, „zwischendurch“ eine Tour, erst mit CORVUS CORAX, dann als TANZWUT, nebenbei noch diverse Festivals mitgenommen, liegt jetzt „Venus Vina Musica“ als neue Veröffentlichung schon fast in den Läden. Eins muss man den Jungs lassen: Sie lassen nichts anbrennen. Erwartet man nun ein konzeptloses, zusammengeklatschtes Album und geht davon aus, dass in all dem Stress nichts anderes möglich ist, muss man den Kritikern sagen: Weit gefehlt! „VVV“ zeichnet sich nicht nur durch ein wirklich kreatives Cover aus, sondern auch durch eine kreative Gestaltung des Inhalts – soweit ich das anhand der 8 „Probierstücke“ auf der Promo beurteilen kann.

Nicht nur der Titel drückt aus, was einen Musiker des 13. Jahrhunderts vornehmlich interessiert haben dürfte – die Lust, der Alkohol und die Musik (eben Wein, Weib und Gesang) – sondern auch die Variationen innerhalb der einzelnen Stücke, die sich auf dem Album befinden. Leich orientalisch angehaucht wie bei „Sanyogita“ oder einfach nur feiernd-fröhlich („Tuska“) – CORVUS CORAX schaffen es trotz allen Mittelaltereinerleis immer wieder, sich ein bisschen von der Masse abzuheben. So kommen bei „Lamentio Coelibatus“ – die Klage über die Enthaltsamkeit der Mönche – wieder Chöre zum Einsatz, wie sie ja auch bei CANTUS BURANUS schon erfolgreich eingesetzt worden waren. Immer mehr oder weniger stark begleitet von den Dudelsackspielern von CORVUS CORAX kann man auf diese Weise schon eine kleine, gedankliche, mittelalterliche Reise vornehmen – mein Anspieltipp bleibt trotzdem das Titellied, bei dem sich Teufel und die anderen zwar erneut als Meister der langen Intros erweisen, zu dem aber dennoch die Tanzflächen voll sein werden – Prädikat „äußerst tanzbar“.

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