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COURTNEY BARNETT - Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit

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Artist COURTNEY BARNETT
Title Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit
Label MARATHON ARTISTS
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Mitte letzten Jahres hat sie bereits mit ihrer Doppel-EP „A Sea of Split Peas” auf sich aufmerksam gemacht, jetzt veröffentlicht COURTNEY BARNETT aus down under ihr Langspiel-Debüt „Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit“. Aufgenommen wurden die elf Songs in zehn intensiven Tagen in den Head Gap Studios in Melbourne und freuen darf man sich auf frischen Slacker-Rock einer Musikerin, die eine ganz eigene, sehr prägnante Sicht auf die Dinge hat.

Dass dabei so unterschiedliche Themen wie deprimierende Anmietungen, tote Füchse, Beziehungen, die ins Nichts führen, ausweglose Vororte sowie ihre eigenen Ängste, Zweifel und Unsicherheiten behandelt werden, zählt ganz klar zu den Stärken COURTNEY BARNETTs, die jedoch gleichzeitig auch mit einer prägnanten Stimme und viel Spielfreude gesegnet ist. Die Lady hat Bock, das hört man bereits im knackigen Opener „Elevator Operator“  und ganz schön wütend ist sie auch, wie sie uns mit „Pedestrian At Best“ fauchend wissen lässt. Sie kann jedoch auch ganz gelöst rüberkommen (vgl. „An Illustration of Loneliness (Sleepless in New York)“) und auch eine gefühlvolle Seite hat die Dame, was das sachte groovenden „Small Poppies“ mit nicht zu unterschätzender Coolness unterstreicht. Nach dem Weniger-ist-mehr-Prinzip funktioniert das gradlinige „Depreston“, während „Aqua Profunda!“ In 1:59 Minuten den Puls hochtreibt. So in Schwung gekommen, übernimmt „Dead Fox“ tiefenentspannt und „Nobody Really Cares If You Don’t Go To The Party“ erzählt mit lakonischer Gleichmut seine kleine Geschichte, ehe „Debbie Downer“ gut gelaunt die Sonne aufgehen lässt. Anders das düstere „Kim’s Caravan“, welches mit reduzierten, basslastigen Mitteln ein schwermütiges Stimmungsbild entwirft. Zum Abschluss darf der „Boxing Day Blues“ die Dinge aber wieder ins rechte, akustische Licht rücken.

COURTNEY BARNETT beweist mit ihrem Erstling „Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit” Abwechslungsreichtum und Talent. Einfach nur rumgesessen hat die Künstlerin beim Songwriting definitiv nicht. Da steckt vielmehr jede Menge Verstand und Herzblut in den Liedern!

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