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COVENANT - The Blinding Dark

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Artist COVENANT
Title The Blinding Dark
Homepage COVENANT
Label DEPENDENT
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Nach der Vorabsingle „Sound Mirrors“ melden sich COVENANT zurück in ihrer gewohnt nordisch-spröden, aber wunderbar melancholischen Art. Das Album startet mit einer experimentellen Soundcollage aus Straßenlärm und verdichteten Klängen und bricht danach gleich in gewohnter Art los. „I Close My Eyes“ funktioniert zuhause, auf der Straße, im Club und auf den Kopfhörern gleichermaßen. Hierbei kann man gleich seine ganzen Vorzüge ausspielen: exzellente Produktion, Top Songwriting, Eskils wunderbarer Gesang, Melancholie, Sehnsucht, spröde Klänge gemischt mit experimentell anmutenden Musiken und monoton-minimale Sounds, die immer wieder in warme Melancholie gebadet werden, um das Herz der Electroheads zu erwärmen. Vervollständigt werden die Stücke von nachdenklichen, kontemplativen, essayistisch und lyrischen hochwertigen Texten.

Insgesamt bietet „Blinding Dark“ 11 Tracks, wobei die Vorabsingle dem geneigten Hörer schon sattsam bekannt sein dürfte. „Morning Star“ kommt danach schon deutlich experimenteller und verfrickelter daher, zündet aber beim 3. oder 4. Hördurchlauf. „Cold Reading“ hingegen klingt kühl und wie harscher Schnee und nach den Anfangstagen COVENANTS zu Zeiten von „Dreams Of A Cyrotank“. „Rider On The White Horse“ hingegen ist richtig dunkel, fast düster im Sound, experimentell im Songwriting und mit surrealen Texten, gesungen mit weiblichen Backing Vocals und einer verschroben-schönen Melodie – etwas für Liebhaber und bekanntermaßen eine Coverversion von LEE HAZLEWOOD. Nach einem kurzen elektronischen „Interlude“ folgt mit dem „Tag des Zorns“ das nach meinem Empfinden stärkste Stück auf „Blinding Dark“. „Dies Irae“ klingt, als hätten KRAFTWERK zusammen mit Eskil einen Track aufgenommen – ein kleines Meisterwerk! Danach kommt ein weiteres minimalistisches „Interlude“ ohne Gesang auch im Stile der frühen 80er/ 70er.

Im Anschluss folgt das bereits mehrfacherwähnte „Sound Mirrors“ mit einigen kleineren Soundänderungen und Sampleschnipseln, welche die Albumversion von der Single unterscheiden. Mit „I Give My Soul“ schiebt man danach noch sperrige Kost nach gefolgt vom Schlusstrack „Your Spirit“ welcher voller düsterer Klangfetzen und Percussion einen schwarzen Ausklang des neuen COVENANT-Albums bildet.

Wer experimentellen, nordischen Electro goutiert, sollte sich „Blinding Dark“ unbedingt zu Gemüte führen. Wer das Oeuvre von COVENANT kennt und schätzt, darf gerne Probehören und danach ebenso beherzt zugreifen!

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