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COVENANT - Skyshaper

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Artist COVENANT
Title Skyshaper
Homepage COVENANT
Label SYNTHETIC SYMPHONY/ SPV
Leserbewertung
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8.2/10 (5 Bewertungen)

Während Eskil, Joakim und Clas noch sehr erfolgreich deutsches Tourterrain beackern, steht ihr 6tes Album „Skyshaper“ schon in den Startlöchern, und ich kann es vorweg nehmen, die Scheibe ist ganz vorzüglich geworden. Der Vorgänger „Northern Light“ – erschienen 2002 noch bei Sony – war mir insgesamt ein wenig zu unausgeglichen. Zwar enthielt er mit „Call the Ships to Port“, „Bullet“ und „We want Revolution“ drei überaus gelungene Hits, aber auch ein paar eher durchschnittliche Tracks. Dieses Manko wurde nun behoben: Mehr Hymne, mehr 80er, mehr Uptempo – So kann die Angelegenheit zusammenfassen, aber lassen wir uns ins Detail gehen.

Mit der Vorabkopplung „Ritual Noise“ hat man wohl einen DER Bandklassiker überhaupt aus der Taufe gehoben, eine Ode vor dem Herrn, die von den Fans live schon über alle Maßen abgefeiert wurde. Der hymnische Refrain ist einfach göttlich und zudem die Quintessenz dessen, wofür COVENANT eigentlich stehen. „We make ritual noise – we weave the fabric of dreams – we build cities of sound – we feel the rhythm of time“. Kann ich nur unterschreiben! „Pulse“ legt nahtlos nach, wenngleich „Chief Songwriter“ Simonsson hier den Refrain dem eigenen „Dead Stars“ entlehnt hat. Wenn schon klauen, dann bei sich selbst, wenn man es besser kann als die meisten anderen. „Happy Man“ sagt sicher etwas über den Gemütszustand des sympathischen Herrn Montelius aus, soundtechnisch wird hier sehr 80er-mässig herumgefiept. Wie auch insgesamt die Produktion bei aller Klasse einen leicht analogen Touch besitzt. Und natürlich viel Melancholie, was bei Skandinaviern (auch exportierten!) nicht fehlen darf. Passend hierzu der Refrain von „Brave New World“, instant mitsing- und fühlbar. „The Men“ fällt dann ein wenig belangloser aus, während „Sweet and Salty“ sowie „Greater than the Sun“ interessante rhythmische Facetten besitzen. Letztgenannter Track erinnert mich ein wenig an die Schweizer YELLO, beschwörend und minimal instrumentiert. Danach folgt wieder ein sehr gelungenes Uptempo-Stück, welches auch gleich als Opener der aktuellen Tour eingesetzt wurde. „Spindrift“ geht dann wieder in Richtung „Sweet and Salty“, während „The World is growing loud“ den Reigen fast erwartungsgemäß balladesk abschließt.

COVENANT auf dem Höhepunkt ihres Könnens? Das wird die Zukunft zeigen, aber wer so geschickt Clubtauglichkeit und Tiefe, Retrofeeling und Modernes miteinander kombiniert, nimmt in der heutigen Electro-Szene ganz einfach eine Ausnahmestellung ein. Ein Songwriting voller Raffinesse und Stil sorgt dafür, dass sich jede weitere Genre-Veröffentlichung in diesem Jahr an „Skyshaper“ messen lassen muss, was einem Kampf gegen Windmühlenflügel gleichkommt. Kaufen!

P.S.: Es erscheint auch eine „schwarze“ limitierte Version mit einer zusätzlichen Bonus Disc, die mir aber nicht vorlag.

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