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CRADLE OF FILTH - Evermore Darkly (CD/ DVD)

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Artist CRADLE OF FILTH
Title Evermore Darkly (CD/ DVD)
Homepage CRADLE OF FILTH
Label PEACEVILLE RECORDS
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Mittlerweile schon zu einer Tradition geworden, überbrücken die britischen „Bösewichter“ CRADLE OF FILTH die Zeit zum nächsten Album gerne mit einer EP. Und auch dieses Mal soll sich derart Veröffentlichung natürlich lohnen. So findet sich zwar nur ein neuer Track auf der Scheibe, dazu kommen aber eine Reihe Demo-Versionen von „Darkly Darkly, Venus Aversa“-Tracks, ein Remix von ANTHRAX-Rob sowie ein Ausblick auf die derzeit stattfindenden Orchester-Aufnahmen für „Midnight in the Labyrinth“!

Zu Beginn knallt erst mal das bisher unveröffentlichte „Thank your lucky Stars“ in die vollen. Ein klassischer CRADLE-Track mit brutalen Blast-Passagen, galoppierenden Thrash-Grooves, kalter Melodie, garstig shoutenden bis fies screamenden Vocals und dezent eingesetzter Keys-Untermalung! Folgend dann die Demo-Versionen der Single „Forgive me Father (I have sinned)“, „The Persecution Song“ und „The Spawn of Love and War“, die zwar auch in ihrer rohen Form ihren Charme haben, aber doch erst in der ausproduzierten Album-Version ihre volle Wucht entfalten! Die extendend Version von „Lilith Immaculate“ ist zwar wie alle Cradle-Songs extrem eindrucksvoll und opulent arrangiert, wird bei 8 Minuten dann aber doch ein wenig langatmig, besonders durch die gezogene Keyboard-Passage in der Mitte. Tja, was will man von einem Remix von Rob Caggiano (ANTHRAX) nun erwarten? Bestimmt nicht einen EBM-Track, den er aus „Forgive me Father (I have sinned)“ gemacht hat… Sorry, Dani-Vocals gehören einfach auf ein packendes Gitarrenbrett! „Summer Dying Fast“ ist sicherlich einer der Meilensteine der CRADLE OF FILTH-Historie. Von dem originalen Track ist in der Symphonic-Version alleine die eindringliche Orgel-Melodie geblieben. Der Rest wird ausschließlich instrumental und natürlich so pompös wie theatralisch Szene gesetzt. Da darf man sich auf was gefasst machen.

Neben der Audio-CD bekommt man mit „Evermore Darkly“ noch eine DVD geboten. Auf dieser befindet sich eine kleine 40 Minuten-Doku, die einen Einblick hinter die Kulissen des Tour-Trosses in Richtung Russland sowie einiger Festival-Dates erlaubt. Und eben einen solchen Auftritt, nämlich vom Graspop 2011, bekommt man obendrein! Bei diesem präsentieren sich die Briten routiniert und souverän, auch wenn nach gut 20 Jahren die ganz hohen Screams nicht mehr so richtig sitzen und Dani diese daher vielleicht ein wenig zu oft zu erzwingen versucht. Aber auch nach all der Zeit ist die Spielfreude weiterhin deutlich sicht- und hörbar!

Also wiedermal eine EP, die zwar nur einen neuen Track, aber dafür ansonsten reichlich an Material bietet. So kennt man es von CRADLE OF FILTH und so wird auch „Evermore Darkly“ seinen verdienten Platz in der Sammlung finden.

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