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CRADLE OF FILTH - Hammer of the Witches

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CRADLE OF FILTH
Title Hammer of the Witches
Homepage CRADLE OF FILTH
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.5/10 (2 Bewertungen)

Da Nuclear Blast mal wieder fleißig war und so einige Hochkaräter unter Vertrag genommen hat (u.a. BEHEMOTH, SOULFLY, MACHINE HEAD, LAMB OF GOD), war es fast logisch, dass nicht nur Dani Filths Nebenband DEVILMENT dort unterkommt, sondern CRADLE OF FILTH selbst auch. Und auch das Member-Karussel hat sich mal wieder ordentlich gedreht. So ist mittlerweile Daniel Firth am Bass zugange und gleich beide Axt-Positionen wurden mit Richard Shaw (EMPEROR CHUNG, NG26) und Marek „Ashok“ Smerda (ROOT) neu besetzt, nachdem Paul Allender und James McIlroy ihre jeweils zweiten Amtszeiten beendet hatten.

Als Resultat bekommt man CRADLE OF FILTH pur, man klingt aber gerade durch die Veränderungen an den Gitarren zwangsläufig dennoch etwas anders. So bricht nach dem typisch-düsteren Intro mit „Yours Immortally“ erstmal das Inferno los. Rasende Riffs, sirrende Leads, blastende Drums und theatralische Keys geben – garniert von Danis typischen Screams – in der ersten Minute gleich Vollgas und gehen dann in einen thrashigen Nackenbrecher mit treibenden Riffings, verspielten Soli und der klassischen Kombination aus rau-schmutzigen Shouts und hoch angesetzten Screams, die hier und da von female Vocals flankiert werden, über. Da will sich wohl jemand so richtig beweisen und vor allem gleich klarstellen, dass COF auch noch immer COF sind! Der Einstieg von „Enshrined in Crematoria“ lehnt sich dann „Black Goddes Rises“ an und entwickelt sich alsbald und entwickelt sich dann zu einem typisch COF-Kracher aus Melodie, Black-Härte und Düster-Atmosphäre. Das folgende „Deflowering the Maidenhead…“ bring dann verstärkte Schwarzwurzel-Facetten mit ein und überzeugt wieder mit starker Gitarrenarbeit. Diese bewegt sich imposant sicher zwischen Black-Attacken, packenden Riffs und klassischen Heavy-Leads (auch sehr gut bei „Blackest Magick in Practice“ dargeboten) und unterstreicht Dani Filths gutes Händchen bei der Auswahl seiner Musiker!

Nachdem CRADLE im ersten Teil des Albums also so richtig einen losgemacht haben, kann die Band dieses Level im weiteren Verlauf allerdings nicht wirklich halten. Quasi ab dem Düster-Intermezzo „The Monstrous Sabbat“ wird es schwierig. Zwar rockt das Titelstück „Hammer of the Witches“ noch schön auf die Fresse, aber schon die Vorab-Single „Right Wing of the Garden Triptych“ klingt derart auf Düster gezwungen, dass es mich als COF-Spezi schon etwas schüttelt. „The Vampyre at my Side“ ist für CRADLE-Verhältnisse fast als langweilig zu bezeichnen und „Onward Christian Soldier“ wirkt, als hätte man einfach übrig gebliebene Songfragmente zusammengefügt.

Als Kenner der Band kann ich attestieren, dass „Hammer of the Witches“ ein wahrlich gelungenes und sich „richtig“ anfühlendes CRADLE OF FILTH-Album geworden ist und die Kritik als Jammern auf hohem Niveau angesehen werden kann. Überblickt man allerdings die History der Band, erkennt man deutlich, dass sie in den ersten 10/12 Jahren (so bis zum eigenwilligen „Thornography“) trotz einiger Änderungen im Line Up ein Gesicht als Einheit, Gang und wirkliches Kollektiv vorweisen konnte. Zwar war Dani Filth schon vorher das Sprachrohr und der Kopf der Band, mittlerweile ist er allerdings scheinbar wirklich CRADLE OF FILTH alleine und kann trotz wirklich guter Alben den ursprünglichen Spirit dieses Namens nur schwer aufrechterhalten.

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