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CRADLE OF FILTH - The Manticore and Other Horrors

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Artist CRADLE OF FILTH
Title T
Homepage CRADLE OF FILTH
Label PEACEVILLE RECORDS
Leserbewertung
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9.6/10 (15 Bewertungen)

In aller Regelmäßigkeit erscheint alle 2 Jahre pünktlich zu Halloween ein neues CRADLE OF FILTH-Album. Ebenfalls in fast derselben Regelmäßigkeit ändert sich auch wieder was im Line Up der britischen Extrem Metal-Legende. So ist dieses Mal der langjährige Bassist Dave Pybus (ehem. ANATHEMA) von dannen gezogen und ein gewisser Daniel Firth übernimmt dafür nun erstmal diesen Part.

Musikalisch haben eh Gitarrist Paul Allender und natürlich Front-Kreischer Dani Filth alle Fäden fest in der Hand und lenken das CRADLE-Schiff nach dem eigenwilligen „Thornography“-Ausflug (2006) zielstrebig durch klassische Gewässer. Das bedeutet im Fall von „The Manticore… „, dass man sich noch stärker in Richtung des Meisterstücks „Midian“ (2000) orientiert. So kombiniert man wie in besten Tagen blackige Vollgas-Passagen mit räudigen Thrash-Parts, sowie feinen Heavy-Soli und untermalt dies natürlich noch mit hier und da eingestreuten orchestralen Synths. Dazu noch Danis Vocals, die fies, kreischig und vor allem wieder extrem räudig klingen, dass es eine wahre Freude für jeden COF-Fan ist. Alleine das Start-Quartett „The Abhorrent“, „For Your Vulgar Delectation“, „Illicitus“ und „Manticore“ beweist eindrucksvoll, dass die Briten noch immer die Meister der lüstern-angeschwärzten Horror-Stories sind! Und anstatt eines Konzepts soll das neue Album dieses Mal auch genau eine Sammlung eben dieser sein! Die mittig platzierte Single ist natürlich wieder der melodischste Song des Albums und bedient auch wieder genau die Erwartungen, die man an eine COF-Auskopplung eben hat. Eingängig, melodisch und düster! Anschließend geht‘s weiter in bekannter CRADLE-Manier. Ob angeschwärzt und mit schönen Blasts durchsetzt („Huge Onyx Wings…“), räudig thrashend mit Chören unterlegt („Pallid Reflection“) oder gar rockig mit weiblichen Vocals („Succumb to this“). Filth, Allender & Co. Wissen, was sie tun, und das tun sie weiterhin richtig gut!

So bleiben sich CRADLE OF FILTH nach den starken „Godspeed on the Devils Thunder“ (2008) und „Darkly, Darkly Venus Aversa“ (2010) auch mit „The Manticore and other Horrors“ mehr als treu und schaffen es trotz der Menge an Releases (man hat ja nebenbei auch noch ein Orchester-Album und eine EP veröffentlicht) sich nicht selbst zu kopieren, sondern weiterhin frisch und unter Volldampf stehend zu klingen. Das muss ihnen erst mal einer nachmachen!

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