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CRASHDIET - The Unattractive Revolution

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Artist CRASHDIET
Title The Unattractive Revolution
Homepage CRASHDIET
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

Von Crashdiäten soll man ja bekanntermaßen die Finger lassen. Genauso, wie die Mitglieder der schwedischen Hairspray Metal-Combo CRASHDIET wohl besser bei den Drogen etwas zurückhaltender gewesen wären. Anfang 2006 kosteten diese ihrem damaligen Sänger Dave Lepard das Leben und führten im Vorfeld schon mehrfach zur Auflösung der Band, die seit 2000 mit Unterbrechungen am Start ist. 2005 erschien der hochgelobte Erstling „Rest In Sleaze“, doch nach dem Selbstmord des Fronters Dave war erst einmal Schluss mit Sex, Drugs & Rock ’N’ Roll unter dem CRASHDIET-Logo, man trennte sich, einige machten weiter wie bisher, andere versuchten ihr Leben wieder ins Lot zu bringen. Ein halbes Jahr später trafen sich die verbliebenen drei Herrschaften zufällig wieder und ermutigt von Daves Mutter Lisbeth beschlossen sie, CHRASHDIET wiederzubeleben. Musste nur noch ein neuer Sänger gefunden werden. Während in Brasilien, England, Schottland und den USA kein geeigneter Kandidat in Sicht war, wurden sie in einem der entlegensten Landstriche Finnlands fündig und holten Olliver Twisted mit ins Boot.

In selbiges konnten CRASHDIET für ihren neuen Silberling auch Mick Mars von MÖTLEY CRÜE locken, der eigens nach Stockholm flog, um an den Songs „I Don’t Care“ und „Alone“ mitzuarbeiten. Letzterer übrigens ein sehr melodischer Ohrwurm, während „I Don’t Care“ mit schnellen Punkrock-Elementen aufwartet. Mit dabei sind natürlich auch die beiden Single-Auskopplungen „In The Raw“ und „Falling Rain“. Wie es sich gehört, einmal gepfefferte Sleaze-Gitarren und dann auch was fürs Herz, wobei auch hier der Rock ’N’ Roll nicht zu kurz kommt. Ansonsten halten die Schweden wacker sämtliche Attribute der Eighties-Rocker hoch. Rauer Gesang trifft auf treibende Gitarrenriffs, hier und da wird’s auch mal ne Spur härter („XTC Overdrive“) oder schneller („The Buried Song“), im Großen und Ganzen lobhudeln sie mit ihrer Musik ihren Glam Rock-Vorbilder wie POISON, SKID ROW oder natürlich MÖTLEY CRÜE.

Auch die Optik haben die Jungs hervorragend hinbekommen. Die Augen liegen tief in dunkel geschminkten Höhlen, magersüchtige 17-jährige bekommen diesen Effekt auch ganz ohne Make up hin. Bleibt nur zu hoffen, dass das Quartett Haarspray ohne Treibgas benutzt, sonst sind CRASHDIET mit Sicherheit in nicht unwesentlichem Maße am Ozonloch beteiligt.

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