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CRAYFISH - Keep On Keepin’ On

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Artist CRAYFISH
Title Keep On Keepin’ On
Homepage CRAYFISH
Label UNFORMATTED RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Sie sind gerade mal alle volljährig, blicken aber schon auf 200 Konzerte in ganz Deutschland zurück und haben bereits drei Platten in Eigenregie veröffentlicht, die samt und sonders ausverkauft sind. Von der Bravo wurden sie als eine der zehn besten Schülerbands ausgezeichnet und auch sonst scheint es momentan einen ziemlichen Hype um die Frankfurter Formation CRAYFISH zu geben, die nach Supports für u.a. JULI, die KILLERPILZE, REVOLVERHELD, KARPATENHUND, ITCHY POOPZKID und NEUSER jetzt ihren Longplayer „Keep On’ Keepin’On“ in die Plattenläden bringt.

Offensiven, mehrstimmigen Rock, der straight und melodisch nach vorn prescht, hat sich der juvenile Fünfer auf die Fahnen geschrieben und in diesem Sinne startet der Opener „Generation Hero“ auch gleich druckvoll durch. Wie viel Spielfreude in der Mucke der hessischen Flusskrebse steckt, verraten auch „Watching Me“ und „Bad Habits“: Jugendlich ungestüm geht die Reise weiter bis „Copy of A Copy“ eine klitzekleine Verschnaufpause einlegt und zum Mitsingen einlädt. Gleich mit dem folgenden „Searching“ gibt das Quintett wieder Gas und auch „Believe In Us“ hält nichts vom Rumtrödeln. Beachtlich ist ohne Zweifel die Stimme des eben erst 18 gewordenen Fabi Fink, die klingt als habe der Herr schon einige Whiskeys gekippt und diverse Fluppen gequalmt, seit er in den Stimmbruch gekommen ist. Mein Highlight ist das ultracoole „Learning To Fly“, bei dem Fabis Organ erneut kratzbürstig in die Vollen geht, während die Kollegen facettenreich an den Instrumenten agieren. Insbesondere die Gitarrenfraktion bestehend aus Moritz Maier und Patrik Westphal, die auch beide an den Mikros am Werke sind, haben nicht nur bei „Down With The Rest“ und „Fool Me“ gut zu tun. Die Rhythmusgruppe Dominik Westphal (Bass) und Marcel Schweer (Drums) sorgt durchgehend für den richtigen Rums der Songs, der bei „Speechless“ zunächst etwas verhaltender ausfällt, um zum Ende hin dann wieder kräftig auszuteilen. Hier können CRAYFISH ganz offensichtlich ihren jugendlichen Energieüberschuss am besten abbauen, wie Nummern vom Schlage „Take Me Home“, „Steeler“ und „All I Do“ beweisen.

Handwerklich ohne jeden Fehl und Tadel kommt „Keep On Keepin’ On“ sauber produziert daher. Wenn CRAYFISH jetzt die richtige Marketingstrategie an den Tag legen, könnte die Band es zu einigem Erfolg bringen. Die Musik ist dafür eingängig genug und bringt gleichzeitig genügend Frische mit, um aufhorchen zu lassen. Die Mädels werden den fünf Jungrockern wahrscheinlich eh schon zu Füßen liegen…

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