Band Filter

CREDIC - Patchwork of Realities

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CREDIC
Title Patchwork of Realities
Homepage CREDIC
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.7/10 (23 Bewertungen)

Der erste Eindruck zählt viel, möchte ich meinen. Und da können CREDIC schon mal richtig punkten, fahren die Stuttgarter Deather doch ein richtiges Album in Jewel Case mit Cover, Booklet etc. auf, anstatt eine simple CD-R zu verschicken. Klar ist dies kostenaufwendiger, aber macht dementsprechend mehr her.

Nun muss noch die Mucke mithalten und das kann sie voll und ganz. In einem kraftvollen Sound jagen die Schwaben 11 Death Metal-Walzen raus, deren Inspiration aus dem Querschnitt der Elchtod-Szene kommt. So kombinieren CREDIC gelungen spielerische Finessen von DARK TRANQUILLITY mit der Geradlinigkeit von AMON AMARTH und fügen dem noch eine gewisse Rotzigkeit von DISMEMBER bei. So rotiert z.B. „Gatecrasher“ mit satten Rhythm-Riffings los, unterlegt dies mit wuchtigen Drums und lässt dann nach und nach einige gelungene Göteborg-Melodien von der Kette. Eine packende Fusion, die einerseits genug Mosh-Groove mitbringt, um gleich mitzugehen, aber auch zeigt, dass die Herren sehr wohl Könner an ihren Instrumenten sind. Dabei finden CREDIC einen guten Mittelweg, um sowohl die Monotonie zu vermeiden als auch mit zu viel Gefrickel zu übertreiben! Fett! Passend dazu variieren die amtlichen Vocals zwischen energischen Screams und fiesen Growls, ebenso wie es die angesagte Marschrichtung verlangt! Und genau mit diesem Rezept können die Stuttgarter auf „Patchwork of Realities“ auf ganzer Linie überzeugen. Ob nun das kantigere „Superstructure“ oder das groovigere „Curator“ – mal wird die eine Gangart ein wenig ausgereizt, mal die andere, aber nie läuft etwas aus dem Ruder und der rote Faden ist durchweg deutlich zu erkennen! Der einzige kleine Ausreißer ist die in der Mitte platzierte Dampframme „The Given Code“, die mit Blast-Ausbrüchen, kalten Melodien und fiesen Screams aufwartet und damit dem ganzen eine gewisse Black Metal-Note verleiht. Aber auch hier greift das Grundkonzept aus Härte, Eingängigkeit und spielerischen Finessen, so dass dieser Song letztendlich einen kraftvollen Einschlag darstellt, aber nicht völlig aus der Reihe fällt.

Als Fazit kann man nur ein Urteil fällen: CREDIC haben hier auf eigene Kappe ein wirklich starkes Album abgeliefert und das als Debüt, was man nicht vergessen darf. Zwar fehlt noch der richtig Übersong, aber spielerisch, songwriterisch, in der Produktion und der gesamten Aufmachung reißen die Schwaben hier deutlich mehr als so manche Schepper-Kappellen, die von div. Keller-Labels zuhauf rausgehauen werden!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

CREDIC - Weitere Rezensionen

Mehr zu CREDIC