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CREMATORY - Pray

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Artist CREMATORY
Title Pray
Homepage CREMATORY
Label MASSACRE RECORDS
Leserbewertung
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Manchmal erhört der Metalgott Gebete. Wer bei CREMATORY auf ein Album gewartet hat, welches sich auf die Wurzeln besinnt, dürfte erfreut sein zu hören, dass sich die Mannheimer mit „Pray“ zurück auf den Plattentellern der Nation melden. Wer sich diese Scheibe zulegt, bekommt ein Album vollgepackt mit Ohrwurm Gothic Metal Songs in die Hand, mit dem die Truppe wieder ein wenig „back to the roots“ geht. Nun, nicht zurück bis in „Transmigration“ Zeiten, aber man greift in verstärktem Maß auf die Düsternis vergangener Tage zurück und das hat dem Sound gut getan.

Ich gebe zu, dass ich sicherlich kein richtiger CREMATORY-Fan bin, aber mit ihrem „Gebet“ können sie bei mir auf alle Fälle einige Pluspunkte einfahren. Gleich der Opener „When Darkness Falls“ stimmt schon mal positiv: Gothic Metal, der zwar sehr eingängig ist, aber dank des Wechsels zwischen dem typisch klaren Gesang und Grunts gesanglich schon mal einige Abwechslung bietet, ein Titel, bei dem die Keyboards untermalend und nicht nervig Song-dominierend eingesetzt werden und bei dem man nicht in kitschige Gothen-Gefilde abrutscht. Kurzum also Songmaterial, für das man nicht in die Klischeekiste gegriffen hat und das trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen gut ankommen dürfte. CREMATORY bieten eine Lehrstunde in Sachen Kitschbeseitigung, ohne an Eingängigkeit einzubüßen oder typische Trademarks zu verlieren! Dieser, wie ich ihn mal nennen würde, auch für Genreverächter „ohrenfreundliche Gothenmetal“ bleibt während der gesamten Scheibe angenehm unkitschig. Bereits nach dem ersten Hören bleiben „Left The Ground“ oder das doomig angehauchte „Alone“ und das getragene „Sleeping Solution“ schnell hängen. Obendrauf gibt’s noch ordentlich orchestrale Arrangements, die das Ganze abrunden und verfeinern. Ein Durchhänger ist nicht auszumachen, absolute Überflieger, vom hitverdächtigen „Burning Bridges“, das recht flott daherkommt und mit einem schicken Refrain garniert ist, mal abgesehen, aber auch nicht. Das tut der Scheibe aber keinen Abbruch, „Pray“ ist einfach grundsolide und überzeugt über die gesamte Spielzeit von fast 50 Minuten.

Bleibt mir also nur noch zu sagen, dass das Scheibchen für Fans sowieso eine lohnende Anschaffung und für Skeptiker die beste Möglichkeit ist, mal ein Ohr zu riskieren.

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