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CRIME IN STEREO - Is dead

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Artist CRIME IN STEREO
Title Is dead
Homepage CRIME IN STEREO
Label BRIDGE 9 RECORDS
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WTF has happened to CRIME IN STEREO?! Waren mir die New Yorker mit ihrer letzten Veröffentlichung “The troubled Stateside” noch mit einer gelungenen Mischung aus schnellem melodischem Hardcore á la RISE AGAINST und Youth Crew Attitüde in Erinnerung geblieben, bewegt man sich neuerdings in etwas seichteren musikalischen Gefilden. Und das, obwohl die Band von Nitro Records, auf das momentan beste Label für Old-School-Hardcore, Bridge 9 Records gewechselt ist. Wieder einmal heißt es: The times they are-a-changin´.

Aber wie der Titel schon andeutet, bezieht sich das „Is dead“ auf einen Neuanfang innerhalb der Band, die sich selbst schon kurz vor der Auflösung sah. Nach drei Jahren intensiven Tour-Lebens sahen sich die Mitglieder neuen Herausforderungen gegenüber: Songwriter und Gitarrist Alex Dunne begann für die Demokraten als politischer Berater zu arbeiten und musste lernen, mit Diabetes zu leben, während Bassist Mike Musilli einen Job als Lehrer annahm. Die Band wieder zusammengebracht hat aber Sänger Kristian Hallbert, der die Zeit der Ruhe nicht untätig verstreichen lassen wollte und auf eigene Faust an seiner Stimme arbeitete. Die Band-Mitglieder waren so angetan von dem Ergebnis, dass sie zu dem Entschluss kamen, es doch noch einmal mit einer neuen Platte zu versuchen.

Das Ergebnis kann sich in jeder Hinsicht hören lassen, auch wenn die Formation ihren Sound einmal komplett umgekrempelt hat. Kritikern sollte mit auf den Weg gegeben werden, dass der Richtungswechsel aber keinesfalls aufgesetzt wirkt und sicherlich einer organischen Entwicklung innerhalb der Band entsprungen ist. An den „alten“ Sound erinnern die Mitsing-Hits „Third Atlantic“, „Choker“ und „Nixon“. Letztgenannter glänzt aber zudem noch mit einem tollen DAG NASTY meets SAMIAM Vibe. Eine Mischung aus beiden Welten bietet der Song „But you are vast“, dessen Anfang erst einmal an BRAND NEW erinnert, dann aber in schnellen Melody-Core Marke PENNYWISE kulminiert. BRAND NEW ist hier ein gutes Stichwort, denn die Band erinnert des Öfteren an die angesagten Emo-Rocker. Nicht ganz unschuldig an diesen Umstand ist sicherlich, dass der Produzent von „Is dead“ Mike Sapone deren letzte Platte „The Devil & God are raging inside of me“ ebenfalls produziert hat. Als weiteren großen Eckpunkt im CRIME IN STEREO Sound würde ich auch noch, die mittlerweile nicht mehr existenten und auf das sträflichste unterschätzten POP UNKNOWN anführen wollen. Man höre sich nur einmal „Orbiter“ an, der zudem auch noch an alte Leisetreter wie CODEINE oder BEDHEAD erinnert.

Insgesamt hat man es also mit einer vielseitigen Gitarren-Rock-Scheibe zu tun, die über die gesamte Spielzeit zu begeistern weiß und mit jedem Durchlauf weiter wächst. Die neue Richtung der Band gefällt zwar nicht allen alten Fans, wie ein Blick auf die Myspace-Seite deutlich macht, aber eigentlich sollten sie mehr Hörer dazu gewinnen, als sie verlieren könnten. Eine kleine Überraschung, indeed!

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