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CRIMER - Leave Me Baby

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CRIMER
Title Leave Me Baby
Homepage CRIMER
Label MUVE RECORDINGS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Also jetzt mal ganz ehrlich: wie beschissen sieht eigentlich dieses Cover aus? Nichts gegen DIY, aber hat denn niemand Alexander Frei aka CRIMER gesagt, dass hier aber mal alles echt sehr selbstgemacht aussieht? Und das jetzt mal ausnahmsweise nicht im positiven Sinne? Allerdings hat man angesichts des Covers gleich auch schon so eine Ahnung, dass man es auf „Leave Me Baby“ mit Eigthies-Synthie-Pop zu tun bekommen könnte.

Und so ist es dann auch: Die Achtziger stehen dank CRIMER und „Leave Me Baby“ wieder auf. Mitsamt schweren Synthie-Geschützen und jeder Menge Pathos. So darf am Anfang zu „Coward“ oder auch „Badface“ zunächst einmal getanzt werden; spätestens mit dem dezent unterkühlten „Cards“ weiß man dann aber, dass man eindeutig im Jahrzehnt von Chrom und schwarzem Leder angekommen ist und wenn dann „Tell The Fire“ aus den Boxen tröpfelt, ist es Zeit, ergriffen zu sein. „Sorrow“ legt da noch eine Schüppe drauf, aber wer es gern nostalgisch mag und sich den Achtzigern verbunden fühlt, wird mit Songs wie „The Fortress“ oder auch „Record Collection“ bestens bedient. Vielleicht sollte man einfach nicht alles auf diesem Silberling zu ernst nehmen; gibt man etwa „Fighters“ den Zusatz „trash“ kommt man mit der Nummer ganz gut klar – Alkohol hilft im Übrigen auch. Etwa, um den Dancefloor zur flotten Single „Brotherlove“ zu entern oder einen melancholischen Anflug beim finalen „Bad Wishing“ zu überstehen.

CRIMER lebt in der Schweiz und hat dort wohl bereits durch seinen exzentrischen Tanzstil von sich Reden gemacht. Mich überzeugt sein tiefer Bariton eindeutig mehr und im Zuge einer dieser vielen Retro-Wellen dürfte auch das das New-Wave-gespickt-mit-ein-wenig-Italo-Disco-Werk „Leave Me Baby“ seine Daseinsberechtigung haben. Gebt dem Mann beim nächsten Mal trotzdem ein Artwork, das ein wenig ansprechender ist – bitte!

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