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CRIPPER - Devil Reveals

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Artist CRIPPER
Title Devil Reveals
Homepage CRIPPER
Label SAOL/ H'ART
Leserbewertung
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6.8/10 (9 Bewertungen)

Rasant… rasanter… CRIPPER! Schneller ist in den letzten Jahren wohl keine Thrashcombo aus deutschen Landen derart durch die Decke gegangen als die Hannoveraner CRIPPER. Nicht nur, dass man zu den spielfreudigsten Undergroundbands überhaupt zählt (man denke nur an die grandiosen, selbstorganisierten Triple Thrash Treat-Touren), man schafft es auch in recht kurzen Abständen quasi in Eigenregie eine heiße Scheiblette nach der Nächsten einzudengeln. Immerhin fand sich die Band erst 2005 zusammen und legt nun schon nach der Debut-Mini die zweite Full-length vor.

Und die weist von Beginn an einen erneuten Quantensprung zum abgefeierten Vorgänger „Freak Inside“ auf! Sowohl der enorm druckvolle Sound, wie auch das nochmals verbesserte Songwriting fallen sofort ins Ohr. Der kurze Introsong „Helix“ leitet moshend und spannungsaufbauend über in das eröffnende Thrash-Inferno „I […]“. Fettes Schlagzeug, pumpender Bass, amtliches Geschredde inklusive geil-melodischer Gänsehautsoli und eine enorm derb röhrende Front-Britta – das ist nicht nur national erste Liga! Der extrem groovende (und dennoch schnelle) Mitgröhler „Life is Deadly“ plättet ebenso, hier wird Dampf gemacht ohne Ende. Aufgenommen wurde die Chose (außer den Vocals) in den Waveland Studios von Carsten Frank (ex-GALLOGLASS/ HUMAN FORTRESS), produziert von der Band selber und gemischt in den Kohlekeller Studios. Da brennt beim Sound mal gar nix an! Auch das tolle Artwork wurde wieder formidabel von Gitarrist Christian (CrudeART.de)in Szene gesetzt.

Der im Midtempo killende 6-minüter „Kids Killing Kids“ zeigt die enorme Weiterentwicklung der Band auf, da passt einfach alles zusammen. Großartig aufgebauter Song, der gänzlich ohne Geprügel auskommt. Auf die Mütze gibt’s dafür mit dem schnellen, aber dennoch hochmelodischen „Caged with a Gun“, welches ebenfalls mit einem Mitgröhlchorus garniert ist und einen rasenden TESTAMENT-like Doublebass-Part enthält. Bei dem Song brüllt auch Mutz von DRONE mit. „Junkie Shuffle“ geht einfach nur mächtig nach vorne und erneut bekommt der Hörer vor Ohren gehalten, weshalb Britta auch liebevoll „Die Elchkuh“ genannt wird. Ihr mittlerweile wesentlich Facettenreicherer Gesang reicht mittlerweile von Spoken-Parts bis zu fast schon blackigem Gekreische, zumeist regiert natürlich derbes Geröhre, welches mir aber besser gefällt als z.B.Sabinas (HOLY MOSES) Gebelle, da einfach spannender. MIt „More than 4“ zündet man eine Midtempo-Groovebombe, bevor das kurze „I am the Pit“ nicht nur wegen des Titels erneut an TESTAMENT erinnert. Der mordsgroovende Titeltrack mit teils extrem deathigen Vocals geht umgehend ins Gebein und dürfte Live die absolute Bang-Granate werden! Immer wieder (positiv) erschreckend, welch hohes Niveau die Band in solch kurzer Zeit erreicht hat! Da schliesst sich die in-die-Fresse Thrashgranate „FAQU“ nahtlos an, hier wird gerifft, dass die Saiten qualmen – und zwar rasant-as-Faq. Ebenfalls eine Live-Bombe für den Pit. Nach dem Minuten-geilen melodischen Instrumental „Methods in Madness“ (mit Megabrunftschrei) rasiert Euch der Schlußtrack „Hysteria“ regelrecht die Birne ab. Extrem schnelles Geboller inklusive Blast-Parts (und obergeilem melodic/ Akustik-Mittelstück!), womit man sich in die DEW-SCENTED-Liga schleicht!

Was unterm Strich 47 sehr kurzweilige Minuten puren Thrash Metal ergibt. Fett produziert, knackig komponiert und saftig dargeboten! MUSS in jedem Thrash-Haushalt stehen dieses Killerwerk!

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