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CRIPPER - Freak Inside

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Artist CRIPPER
Title Freak Inside
Homepage CRIPPER
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.3/10 (9 Bewertungen)

Die in dieser Formation erst seit 2005 musizierenden Hannover-Thrasher CRIPPER legen nach dem erfolgreichen Mini-Teil „Killer Escort Service“ nun also die erste Full-Length vor mit „Freak Inside“. Erneut in Eigenregie, da sämtliche Labelfuzzis mal wieder auf ihren tauben Ohren hocken. Und das, obwohl man sich bei einem United Metal Forces-Bandbattle Ende 2006 bei 150 teilnehmenden Bands auf Platz 2 bollerte (bei einer unabhängigen Jury aus u.a. Rock Hard und Drakkar-Leuten)! Auch Live räumte man schwer ab im Underground, sogar auf dem Metal Camp in Slowenien konnten CRIPPER dick punkten.

Ins Auge fällt erstmal die hervorragende Aufmachung der Scheibe! Fettes Artwork, ausführliches Hochglanzbooklet, alle Texte… höchstprofessionell! Auch in Sachen Sound hat man nichts dem Zufall überlassen und im heimischen Waveland Studio aufgenommen. Da haben die Herren Frank (ex-GALLOGLASS), Sawade und Doernberg zusammen mit der Band ein fettes Brett hingezaubert – Respekt! Gemasterd hat das Ganze denn noch Andy Classen in seinen Stage One-Studios, kann also nichts anbrennen. Los geht’s dann musikalisch mit dem kurzen Thrash-Gewitter „Shortcut“, welches mal gleich kompromisslos klar macht, dass die Bay Area noch lange nicht tot ist! THRASH! Britta Görtz tobt sich dabei am Mikro wieder nach Herzenslust aus und steht einer gewissen Sabina in nichts nach. Auch das schwer groovig knüppelnde „Sun:Colour:Black“ prügelt wie ein Bastard aus Bay und deutschem 80er-Thrash. So gehört sich das! „Fire Walk with Me“ wird sich auf Grund des treibenden Beats wohl zur neuen Bandhymne entwickeln. Wer auf der just beendeten „Triple Thrash Treat-Tour“ dabei war, hat’s schon Livehaftig erleben können. Geiler Mitgröhlpart im Refrain! Damit es nicht allzu gleichförmig wird, streuen CRIPPER mit dem Midtempogroover „60bpm“ auch mal etwas langsameres Bangfutter ein, welches mit schön melodischen Gitarren glänzen kann. Dafür wird dann mit „Vicious Condition“ umso mehr EXODUS-Gas gegeben. Aber auch hier überfallen einen hochmelodische Gitarrenparts, bei denen es vielleicht etwas schade ist, das Britta nur eindimensional rumröhrt. Wobei die mit männlichen Brüll-backings versehenen Passagen aber auch sehr geil kommen. Immerhin 12 Trax bekommt man in 52 Minuten um die Lauscher geballert! Und das für schlappe 8 Euronen, wenn ich mich recht entsinne.

OK, etwas gleichförmig klingt man denn gegen Ende hin doch, da es permanent auf die Glocke gibt. Da gefällt es, wenn die Finger mal vom Gaspedal gelassen werden, wie in „Attention Deficit“. Der aber am Ende gar mit einem amtlichen Blast (!) durch die Boxen schreddert! Auch „Slowly Beaten Hate Machine“ wird seinem Titel äußerst gerecht und dürfte mit dem sägenden Riffing von Jonathan Stenger und Christian Bröhenhorst nicht aus dem Liveset wegzudenken sein. Mit „Break Out“ und „Trapped“ knüppelt man noch mal alles in Grund und Boden, bevor der großartige sechseinhalbminüter „Kill my Thirst“ dieses geile Thrashwerk allerfeinst beendet. Geile Soli der beiden Klampfenmeister und der Ansatz von melodischen Gesangslinien.

Wer Thrash Metal der EXODUS/ TESTAMENT-Liga zu seinen favorisierten Musikrichtungen zählt, der kommt um CRIPPER nicht herum!

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