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CRITICAL STATE - Poet of the Lost Dreams

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Artist CRITICAL STATE
Title Poet of the Lost Dreams
Homepage CRITICAL STATE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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Wie schon auf ihrem vorangegangenen Album „Mankind“ spielen CRITICAL STATE auch anno 2005/ 2006 ihren eigenwilligen Heavy-Metal mit Progressive-Einschlag. Auch wenn die Rezension zu „Mankind“ seinerzeit nicht so wirklich großartig ausfiel, muss man doch einen gewissen musikalischen Fortschritt bei den vier Mannen aus Heppenheim feststellen, und abgesehen davon muss man anerkennen, dass es verdammt mutig gewesen ist, dem TV und mir noch einmal ein Rezensionsexemplar zu schicken!

Technisch gesehen hat sich bei Oli Baudisch an der Gitarre, Martin Weiskopf am Bass und Stefan Lerchl am Schlagzeug nicht so wirklich viel getan. Man müht sich redlich mit für Amateurverhältnisse auch recht respektablem Erfolg. Das eine oder andere Partyzelt und die eine oder andere Metalparty wird sich sicher mit der Musik von CRITICAL STATE bereichern lassen. Den großen Durchbruch wird man so aber nicht erzwingen können. Jeder, der selbst ein Instrument erlernt hat (was auch auf mich zutrifft), wird ermessen können, wie sehr sich so ein Sch***-Teil wehren kann, und wie schwer es ist, wirklich gut zu spielen. Nichtsdestotrotz klingen gerade die flotteren Passagen auf „Poet of the Lost Dreams“ recht holzig und leider auch ein wenig bemüht. Gekrönt wird der Klang vom gröligen Gesang Mathias Schattenfrohs, der bisweilen recht anstrengend anzuhören ist, aber auch manchmal wohlklingend daher kommt. Soviel zur Kritik, nun zum Lob: Textlich hört man eine klare Qualitätssteigerung, und der Opener „Wings Of Fire“ kommt interessant daher, auch „Nostradamus“ klingt frisch und mit einer schönen Melodie versehen stellenweise richtig gut. Die beiden besten Stücke sind aber sicherlich das 12-minütige in episch-progressiver Länge ausgebreitete Titelstück und die formschöne Ballade „Fallen Men“. Bei Letztgenannter gelingt es Schattenfroh fast wie John Bon Jovi zu klingen, auch musikalisch erinnert das Lied an dessen Truppe.

Zusammenfassend kann man sagen: CRITICAL STATE befinden sich nicht mehr in einem so kritischen Zustand – man muss eine deutliche Verbesserung anerkennen und stellenweise gelingt es ihnen schöne Melodien zu schreiben und aufzunehmen. Allen Fans klassischen Heavy-Metals sei die CD hiermit zum Reinhören empfohlen.

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