Band Filter

CRONIAN - Terra

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CRONIAN
Title Terra
Homepage CRONIAN
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

Im Vorfeld hatte ich mich schon ziemlich auf diese Platte gefreut. Denn hier haben sich zwei der großartigsten Musiker Skandinaviens zusammengetan. Oystein G. Brun (BORKNAGAR) und Mr. V (ebenfalls BORKNAGAR), welcher mit seinen Bands/ Projekten (VINTERSORG, FISSION, OTYG, den obergenialen HAVAYOTH u.v.m.) schon zig Meilensteine antichristlicher nordischer Folk- und Metalkunst kreiert hat, haben sich scheinbar aus Langeweile (?) in diesem neuen Projekt namens CRONIAN (vormals ION) zusammengetan. Das kann eigentlich nur großes bedeuten. Alleine die Thematiken über „Near-Death“-Erlebnisse, Visionen aus der arktischen Kälte und das alles in einer Soundtrack-Mischung aus 70’s Rock, Folk, Black Metal und Synthie-Passagen klingt mehr als interessant.

Doch was ich bislang als Samples auf der Bandpage zu hören bekam, war alles andere als großartig, so dass ich hoffte, dass das Endprodukt einiges mehr reißen würde. Doch so wirklich schafft „Terra“ das nicht. Schon der durch Samples bekannte Opener „Diode Earth“ zeigt die größten Schwächen dieser Platte auf. Die Kompositionen an sich sind sicher alles andere als schlecht, aber die Umsetzung lässt doch sehr zu wünschen übrig. So fällt erstmal der schlecht abgemischte Drumcomputer auf. Die Synths sind zu laut und die Gitarren viel zu sehr im Hintergrund. Normalerweise schafft es Mr. Vintersorg alleine durch seine Vocal-Performance jede Platte zum Hammer zu machen, doch zumindest bei diesem Song kann der Schwede sein Niveau nicht halten. Zwar sitzen seine Death/ Black-Growls und die kraftvollen cleanen Vocals top wie eh und je, doch zieht der gute beim Refrain seine Stimme so hoch, dass es einfach überhaupt nicht passt. Beim folgenden “Arctic Fever“ wird es dann doch etwas besser, was vor allem daran liegt, dass Vintersorg hier in seinen besten Stimmlagen bleibt. Dennoch fällt auch hier die unausgeglichene und recht dünne Produktion (vor allem der Gitarren und Drums) auf.

Auf diesem Level hält sich dann der Rest des Albums und erreicht dadurch dann gerade noch Mittelmaß, was aber allein auf die an sich netten Kompositionen und die immer wieder durchscheinenden großartigen gesanglichen Fähigkeiten von Vintersorg zurückzuführen ist. Im Vergleich zur gesamten VINTERSORG-Discographie und auch zu Osyteins vorigen Veröffentlichungen fällt CRONIAN allerdings doch relativ deutlich durch…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

CRONIAN - Weitere Rezensionen

Mehr zu CRONIAN