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CROWBAR - Symmetry In Black

Artist CROWBAR
Title Symmetry In Black
Homepage CROWBAR
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung

“Symmetry In Black” ist das nunmehr zehnte Studioalbum der legendären Sludge-Doomster von CROWBAR. Zwar existiert das schwergewichtige Projekt um den unangefochtenen Chef-Giftzwerg Kirk Windstein nun auch schon beinahe 25 Jahre, aber durch die vielen Nebenbeschäftigungen des Frontmanns wurde ihm nie die ungeteilte Aufmerksamkeit zuteil, die ihm eigentlich gebührt hätte. Dies soll sich nun mit dem neuen Album und nach Windsteins Ausstieg bei DOWN endgültig ändern.

Obwohl ihnen der ganz große Durchbruch immer verwehrt geblieben ist, ist es an dieser Stelle wohl überflüssig, die Wichtigkeit und den Einfluss von CROWBAR auf die gesamte Welt des Doom und Sludge (und weit darüber hinaus) zu lobhudeln. Die Herren aus New Orleans pflegen und perfektionieren seit jeher ihre ureigene Mischung aus klassischem Doom der Marke SAINT VITUS und Konsorten, einer üppigen Portion anständig cremig gerührtem Sludge und einer erfrischenden Prise Hardcore, die dem dickflüssigen Gebräu die angenehm herbe und schroffe Note verleiht. Genau das tun sie auch auf „Symmetry In Black“, ausgestattet mit jeder Menge frischer und unbändiger Energie, die man auf der aktuellen Tour geradezu physisch erfahren kann. Der Opener „Walk With Knowledge Wisely“ gibt denn mit donnernden Drums und einem tonnenschweren Riff auch sogleich die Richtung vor, in die CROWBAR (nach wie vor) marschieren. „Symmetry In White“ überrascht mit sehr gelungenem, melodischem Gesang und erinnert an herrlich verschleppte SOLITUDE AETURNUS, „The Taste of Dying“ atmet sumpfige Mississippi-Luft, „Reflection of Deceit“ gibt sich scharfkantig wie das Gebiss eines Alligators. Man zeigt sich vielseitig im Hause Windstein anno 2014. Aber über allem thront unumstößlich und Wind und Wetter trotzend das böse Riff. Eine unheilige Allianz mit dem wütenden und oft hart am Rande der Disharmonie operierenden Gesang bildend, können ihm weder das zeitweilig angezogene Tempo („Ageless Decay“) noch das fast zarte Akustik-Stück „Amaranthine“  etwas anhaben. Und spätestens, wenn der „Shaman Of Belief“ in einen flotten Galopp verfällt, brechen alle Dämme und (wahrscheinlich nicht nur) der Rezensent verfällt in den allseits beliebten Kopfnicker-Modus. CROWBAR eben. Wie immer. Nur mindestens genau so gut. „I can’t explain…“ singt Windstein in „A Wealth Of Empathy“. Muss er auch nicht. Wir verstehen das schon.

Fazit: Ein – wie zu erwarten – absolut solides und obendrein fett und wuchtig produziertes CROWBAR-Album. Vielseitig im gebotenen Rahmen, schroff, feindselig und dennoch irgendwie erwärmend. Brennt.

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