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CROWN THE LOST - Blind Faith Loyalty

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Artist CROWN THE LOST
Title Blind Faith Loyalty
Homepage CROWN THE LOST
Label CRUZ DEL SUR MUSIC
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Frisch aus der Pro-Tools-Fabrik kommt der Zweitling der amerikanischen Thrasher CROWN THE LOST, denn die Production Values (sprich der Sound) sind ungefähr identisch mit Abertausenden von MetalCore-Scheiben (dazu passt dann auch das absolut standesgemäße, tausend mal gesehene Artwork), die Monat für Monat den Markt überschwemmen… Das klingt jetzt natürlich bitterböse, ist aber gar nicht so erheblich, da die Jungs über einiges an Können verfügen, nur langweilt der immer gleiche Dynamikbereich der Aufnahmen mittlerweile ungemein… dass es anders gehen kann, haben KREATOR mit „Hordes of Chaos“ ja unlängst mit Erfolg bewiesen.

Back to „Blind Faith Loyalty“: Geboten werden zehn Thrasher, die öfter am Grabstein des MetalCores kratzen, über allem thront der hohe cleane Gesang von Chris Renaldi, der es leider nicht schafft, über die gesamte Spielzeit zu überzeugen: Schlichtweg nervt der Quengel-Gesang, dem einiges an Volumen fehlt, nach der Hälfte der Spielzeit. Es wird einem schmerzlich bewusst, dass nicht jeder zum Bruce Dickinson berufen ist. Da freut man sich sogar über vereinzelte Growls, die es auf Tracks wie „Bound To Wrath“ oder „Finality“ geschafft haben. Als absolut gelungen und fantastisch darf die Gitarrenarbeit von Joe Bonaddio und David E. Gehlke bezeichnet werden, da flirren die (Double-)Leads durch die Lautsprecher, es wird gerifft und gebreakt, dass es eine wahre Freude ist. Hier erreichen CROWN THE LOST durchaus das Niveau von INTO ETERNITY oder ALL THAT REMAINS! Wenn das Songwriting dann beim nächsten Mal diesen Fähigkeiten angepasst wird, könnte man es mit einer formidablen Band zu tun bekommen, nur im Moment versinkt alles in der Soße, die Frontmann Renaldi über allem ausgießt… Schade.

CROWN THE LOST machen vieles richtig, verfügen musikalisch und technisch über einiges an Potential, sollte aber ihren Sänger noch einmal in die verschärfte Gesangsausbildung schicken. Wer darüber hinweg sehen (oder hören) kann, dem sei der amerikanische Fünfer durchaus an das Herz gelegt, denn die Musik tritt Popo und ist eigentlich recht spannend arrangiert. Recht schizophrenes Fazit, aber unvermeidlich.

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