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CROWN - The End of All Things

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Artist CROWN
Title The End of All Things
Homepage CROWN
Label PELAGIC RECORDS
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Die Anfänge von CROWN liegen im Jahr 2011. Damals machten sich zwei Männer an ihrem Drumcomputer zu schaffen und präsentierten noch im gleichen Jahr ihr Debüt „The One“, welches ihnen eine Einladung zum prestigeträchtigen Roadburn Festival 2013 und einen Plattenvertrag mit Candlelight einbrachte. Der frühe Sound des Duos wurde durch zischende Elektronik, hochfliegende schwere Gitarren und das Fehlen ‚echter‘ Drums definiert – Industrial-Metal-Acts wie GODFLESH, MINISTRY oder KILLING JOKE ließen grüßen.

„The End of All Things“ sei jedoch auch Fans von NINE INCH NAILS, MASSIVE ATTACK, DEPECHE MODE, KRAFTWERK, BRIAN ENO und CULT OF LUNA ans Herz gelegt. Die zehn Songs sind wahlweise dunkel und launisch, trostlos und erhaben, luftig und zerquetschend, schroff und tanzbar. Toningenieur, Produzent und Musiker David Husser und Sänger Stéphane Azam, jahrelang Live-Toningenieur für die französischen Blackgaze-Pioniere von ALCEST, präsentieren sich auf ihrem jüngsten Studio-Output elektronischer und insbesondere Stéphanes Gesang überrascht auf „The End of All Things“, denn nachdem zuvor viel geschrien wurde, wirken die Vocals dieser Tage fast schon beruhigend. Bisweilen drängt sich mir sogar ein Vergleich mit Nick Holmes von PARADISE LOST auf (z.B. beim treibenden Dunkel-Rocker „Gallow“). Mit ihrem düsteren Post-Punk-Opener „Violence“ zeigen die Jungs  aus dem beschaulichen Colmar an der deutsch-französischen Grenze bereits ihre Wandlungsfähigkeit und auch das nachfolgende „Neverland“ gefällt in einer erstaunlich entspannten Dark-Metal-Darreichungsweise, während mit dem temporeichen „Shades“ Industrial-Rock aus dem NIN-Umfeld auf dem Zettel steht. Weiter geht’s mit der dunklen, psychedelisch angehauchten Synthetik von „Illumination“, bevor sich „Nails“ wie ein Funkspruch aus einer anderen Galaxie ausnimmt, in der auch orientalisch anmutende musikalische Versatzstücke vorkommen dürfen. Dank „Extinction“ wird solide Synth-Wave-Kost aufgetischt, während sich „Fleuve“ gar auf akustische Gitarren verlegt. Selbige bekommen im Laufe des Vortrages noch ein wenig mehr Wumms verpasst, leider zählt diese Nummer jedoch zusammen mit dem etwas unentschlossenen „Firebearer“ trotzdem zu den schwächsten Tracks der Platte. Für das finale „Utopia“ haben sich die beiden Franzosen Unterstützung in Schweden geholt. Konkret bei Karin Park, ihres Zeichens der weibliche Part von ÅRABROT.

Mir persönlich gefällt „The End of All Things“ am besten, wenn es mit viel Schmackes zur Sache geht. Ob CROWN dies mit Synthies und/oder krachenden Langäxten erledigen, ist für mich nebensächlich, da die Herren Husser und Azam beide Varianten bestens beherrschen.

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