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CRUCIFIED BARBARA - Til Death Do Us Party

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Artist CRUCIFIED BARBARA
Title Til Death Do Us Party
Homepage CRUCIFIED BARBARA
Label GMR MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

CRUCIFIED BARBARA – die gekreuzigte Barbara, da kann ich doch gleich mal mit meinem versierten Katholikenwissen glänzen! Obwohl, was interessiert uns, dass die Gute zu den 14 Nothelfern zählt und gegen Gewitter, Feuergefahr, Fieber, Pest und plötzlichen Tod helfen soll? Interessanter ist schon die Frage, was die vier Schwedinnen von CRUCIFIED BARBARA denn wohl an musikalischem Output zu bieten haben. Nachdem die Damen sich 1998 als Punkrockband zusammen gefunden hatten, ging die Reise doch ziemlich schnell Richtung Heavy Metal. 2005 erschien dann auch die Debütscheibe „In Distortion We Trust“, nachdem die Vorabsingle „Losing The Game“ bis in die Top Ten der heimischen Singlecharts geklettert war. Live haben die Damen ihre Songs natürlich auch in aller Ausführlichkeit präsentiert, so war man u.a. auch schon mit MOTÖRHEAD und den BACKYARD BABIES in Great Britain unterwegs, während man hierzulande CRUCIFIED BARBARA beim 2007er Rock Hard in Gelsenkirchen hören und sehen konnte.

Ziemlich genau vier Jahre nach dem Erstling kommt jetzt „Til Death Do Us Party“ in die Plattenläden und ich durfte schon mal reinhören. Eins wird direkt beim Opener „Killer On His Knees“ klar: Mädchenmusik machen die Ladies nicht. Hier wird genauso Druck gemacht wie bei den männlichen Metalkollegen! Die Gitarrenfraktion bestehend aus Klara Force und Mia Coldheart lässt es dann auch bei „Pain & Pleasure“ ordentlich krachen, wobei Mia, die in Personalunion zusätzlich für den Gesang zuständig ist, ihre Stimme keinesfalls schont und klingt, als wären da im Laufe der Jahre etliche Kippen und Whiskeys im Spiel gewesen. „Sex Action“ ist bereits im Vorfeld als Single erschienen und nicht ganz so kratzbürstig wie die vorherigen Songs. Dafür geht „Creatures“ mit wildem Gekreische wieder in die Vollen. Die Girls können aber auch anders, wie sie mit „Jennyfer“ beweisen. Die Nummer taugt mit etwas gutem Willen auch zum Kuscheln und als Verstärkung haben sich CRUCIFIED BARBARA zudem noch einen Herrn ans Mikro geholt. Mit „Dark Side“ wird jedoch amtlich geknüppelt und auch „Can’t Handle Love“ gibt Gas, wobei bei diesem Track deutliche Eighties-Anleihen zu hören sind. Zeitloser Old School Metal zeichnet auch „Blackened Bones” aus, während „Danger Danger” noch mal mit akustischer Langaxt und eingängigen Melodien einen Schritt Richtung Radiokompatibilität macht. Der Qualität der Mucke schadet’s nicht und so darf auch bei „Rats“ dreckig weiter gerockt werden. Trommelwirbel aus dem Hause Nicki Wicked bestimmen „Feels Like Death“, nicht zu vergessen Ida Evileyes Beitrag an den Stahlsaiten, der mithilft, das letzte Stück zu einem temperamentvollen Abschluss der Langrille zu machen.

Dass CRUCIFIED BARBARA bei ihren Gigs mit MOTÖRHEAD und den BACKYARD BABIES gleichzeitig auch mit stilistischen Vorbildern auf Tour waren, klingt unverkennbar durch. Das rotzige Quartett überzeugt dennoch mit einem eigenen Style und jeder Menge Spielfreude und Karacho, so dass ich meine Bedenken gegenüber Mädel-Metal in diesem Fall vergessen kann.

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