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CRYSTALMOORS - Antiqvam Exqvirite Matrem

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Artist CRYSTALMOORS
Title Antiqvam Exqvirite Matrem
Homepage CRYSTALMOORS
Label BLOOD FIRE DEATH
Leserbewertung
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Ich „mag“ Sparten und Aufteilungen in der Musik. Jeder Band wird eine eigene kleine Schublade gegeben, um damit einzigartig zu sein. Immer wildere Genrebezeichnungen „erobern“ die Szene und jeder macht etwas „Einzigartiges“. Was jetzt vielleicht etwas sarkastisch klingt, besitzt auch einen Hintergrund. CRYSTALMOORS machen sogenannten „Pure Celtic Cantabrian Pagan Metal“. Hört sich mächtig und gewaltig an. Aber was darf man nun eigentlich erwarten?

Auf diese Frage gibt es eine recht klare Antwort: Simpler, leicht symphonischer Pagan Metal. Klare bis einfache Songstrukturen, eine typische kehlige Stimme am Mikro, immer wiederkehrende Speed-Attacken und einige langsamere melodische Parts mit Ansätzen von Solis auf den Instrumenten. Dazu gesellen sich noch gelegentlich synthetische Samples und auch mal eine Flöte. Das Ganze kommt mit „epischen“ Melodien daher und irgendwie hat man das Gefühl, das alles schon vorher gekannt zu haben. Die Melodieparts der Songs wiederholen sich auch während der Titel immer wieder und werden nur durch kurze Intermezzi an den Instrumenten etwas aufgelockert. Dabei fällt auf, dass die Bandmitglieder ihre Instrumente beherrschen – nur warum nutzt man das Können nicht für ausgereiftere Stücke? Wenn ich sehe, dass die Bandhistorie bis in das Jahr 1995 zurückgeht, finde ich es schade, dass dieser Longplayer das Ergebnis von nunmehr 13 Jahren Erfahrung sein soll. Ich möchte hier jedoch eines klarstellen – das Material ist nicht schlecht, nur eben gibt es nichts, was diese CD aus dem Meer der heidnischen Veröffentlichungen heraushebt. Sowohl Lyrics als auch die Melodien sind abgenutzt ob ihrer starken Beanspruchung bei all den anderen Heiden-Combos. Was mir persönlich auch negativ auffällt, sind extreme Geschwindigkeitsunterschiede innerhalb der Kompositionen. Es gibt immer wieder scheinbar übergangslose Wechsel von melodischen Parts hin zu wilden Attacken. Das harmoniert meines Erachtens nicht und zerstört für mich (ganz subjektiv) manchen Song, wie z. B. „Bellvm Cantabricvm“. Aber zumindest klingt das Material von der Produktion her gut.

Leider hat mich diese Scheibe (und das sage ich als bekennender Fan heidnischer Metal-Bands) überhaupt nicht überzeugt. Selbst nach mehrmaligem Hören bleibt ein fader Beigeschmack und das Gefühl, dass sich die Jungs doch für eine Richtung entscheiden sollten – entweder „böse Attacken“ auf ihren Instrumenten oder aber das Mid-Tempo-Segment mit einem eher Folklore-orientierten Stil.

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