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CTULU - Seelenspiegelspitter

VN:F [1.9.22_1171]
Artist CTULU
Title Seelenspiegelspitter
Label NOCTURNAL EMPIRE
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.6/10 (5 Bewertungen)

Vorneweg kräuselt es sich mir gleich wieder, wenn ich pseudo-tiefgehende Alben-Titel wie eben „Seelenspiegelsplitter“ oder Songtitel der Marke „Amokkoma“, „Flammengestirn“ oder „Tränenfinsternis“ lese. Das schöne allerdings bei Musik… man kann die Texte auch ausblenden und sich auf den Sound konzentrieren.

Und da haben CTULU einiges zu bieten. Natürlich möchte man sich mit dem Thema Lovecraft zu den ganzen Tolkien-Followern abgrenzen, musikalisch allerdings gehen die deutschen Black/ Deather schon in recht klassischer Weise zu Werke. Lässt man also das Album aus den Boxen rotieren, so kommen einem immer wieder die glorreichen DISSECTION, deren Landsleute NAGLFAR und auch die deutschen, fast gleichnamigen Kollegen NAGELFAR in den Sinn. Melodisch-eingängige Hassbatzen mit knallharten Riffwänden, treibenden Drummings und energisch mitgehenden Vocals wissen durchaus zu gefallen. Auch die getragenen Ausflüge (z.B. „Bleichenblass“) und die Brutalo-Attacken („Insignia Dagonis“) sind als willkommene Abwechslung gut gesetzt und sorgen für packende Spannungsbögen. Der rituelle Trommeleinstieg zu „Tornasuk“ und das atmosphärische Piano-Instrumental stehen dann für die Lovecraft-Mystik. Ein gutes Mittelding ist CTULU in Sachen Produktion gelungen. Einerseits klingen die Song druckvoll und transparent andererseits organisch und roh genug, um den heutzutage oftmals klinischen Sound zu vermeiden.

So bringen CTULU ein ordentliches Werk in der Tradition der genannten Bands an den Start, wobei mich der Album- und die Song-Titel mit Hang zum Pseudo-Tiefgang erstmal ein wenig in die Irre geführt haben!

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