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CULT OF LUNA - s/t

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Artist CULT OF LUNA
Title s/t
Homepage CULT OF LUNA
Label EARACHE
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Nein, so zeitnah nach dem Earache-Debut „The beyond“ ist der schwedische Mondkult dann doch noch nicht mit einem neuen Werk am Start. Vielmehr handelt es sich um das eigentliche Debutalbum, welches 2001 bei Rage of Achilles erschien, seinerzeit aber nur in einer Auflage von 2000 Stück. Damit besteht nun also eine gute Gelegenheit für diejenigen, die erst später auf die Band aufmerksam geworden sind, sich auch deren Frühphase einzuverleiben.

Und diese fällt im Vergleich zum Nachfolger, der den Jungs sogar einen Bericht im alteingesessenen Rolling Stone Magazin eingebracht hat, gar nicht mal wesentlich unterschiedlich aus. Bereits damals hatte man die Möglichkeit, sich einem eine gute Stunde andauernden zähflüssigen und massiven Brocken ausgesetzt zu sehen. Zwar noch nicht ganz so gewaltig wie in der Folge, jedoch reicht das, was da aus den Boxen kriecht ohne weiteres aus, um von dir Besitz zu nehmen und dich in einen brodelnden Abgrund voller ungestümer Atmosphäre, in ein schwarzes Loch voller Existenzangst oder in eine äußerst dichte Soundwand auf der dunklen Sonnenseite zu ziehen.

Vereint darf sich das dann Noisecore, mit dem mittlerweile von den Erzeugern selbst nicht mehr allzu gern gehörten Zusatz „apocalyptic“ schimpfen. Verarbeitet werden auf jeden Fall sowohl Einflüsse von Kapellen wie Neurosis als auch solche von noch noisigeren Gruppen, und schließlich merkt man vielleicht noch etwas mehr als heute, dass einige aus der CULT OF LUNA-Besetzung vorher im Hardcore-Bereich ihre Wurzeln hatten, bevor man sich dann nach eigenen Angaben einem Sound verschrieben hat, der wesentlich mehr „dark, raw und heavy“ ausgerichtet ist. Den einzelnen Songs bleibt viel Zeit um sich zu entfalten, und gelegentlich werden speziell die ruhigen und schleppenden Momente durch Beiträge einiger Streichinstrumente ergänzt. Mein Favorit ist aber das mit sechs Minuten noch relativ kurz geratene „To be remembered“, welches einen sehr eindringlichen Rhythmus und intensiven Wechselgesang aufbietet.

Wem bei „The beyond“ heiß und kalt zugleich wurde, der sollte also auch mit „Cult of luna“ warm werden können.

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