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CULT OF LUNA - Somewhere along the Highway

Artist CULT OF LUNA
Title Somewhere along the Highway
Homepage CULT OF LUNA
Label EARACHE
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Das Intro: Wie ein Ton gewordener Dämmerschlaf im hohen Norden Skandinaviens. Dann ein Flimmern vor dem Auge, gleißende Sonnenstrahlen treffen dich direkt im Gesicht. Du erwachst und sogleich erfährst du einen sonischen Schlag in die Magengrube. CULT OF LUNA sind zurück, immer noch auf Earache, immer noch genial, leider diesmal mit massiven Promo-Schutzmaßnahmen. Neben der typischen 99er-Einteilung quatscht einen noch alle paar Minuten ein Sprecher voll, gerade bei einer Musik, in die man richtig eingesogen wird, wirkt das wie ein brachialer Coitus Interruptus. Aber die Schweden können ja nichts dafür, also Mund abputzen. Dieses Mal haben sie sich in einer alten Scheune westlich von Umea niedergelassen, um ihre Visionen auf die Dat Tapes zu bannen. Vielleicht ein Grund für die Nutzung eines Banjos in „Back to Chapel Town“?

Ansonsten bleibt alles ungefähr beim alten. Sehnsucht, Melancholie, Weite, Eruptionen, Repetition. Ob „Lost Highway“ oder „Auf dem Highway ist die Hölle los“, diese intensiven Kompositionen können alles sein. Perfekter Spannungsaufbau mit endlosen ruhigen Schleifen, bevor die Riffs ihre ureigene Wirkung entfalten. Dazu Rydbergs Gebelle, der aber auch manchmal minutenlang aussteigt und die Instrumentalfraktion walten lässt. Die synthetischen Elemente ziehen den Sound noch um einige Umdrehungen an. „Drone Rock“ könnte man das wohl nennen, der perfekte Absinth Soundtrack. Weitere Songtitel bedürfen hier keiner Erwähnung. Jeder anspruchsvolle Indie oder Metaller mit etwas Grips und Gefühl sollte CULT OF LUNA kennen. Den anderen ist nicht zu helfen. Letztes Jahr bewiesen sie auch live ihre Hingabe zu monumentalem Noise, warst du dabei? Vibrationen für die Ewigkeit!

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