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CULT OF YOUTH - Love Will Prevail

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Artist CULT OF YOUTH
Title Love Will Prevail
Homepage CULT OF YOUTH
Label SACRED BONES
Leserbewertung
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5.9/10 (7 Bewertungen)

Hinter CULT OF YOUTH verbirgt sich der New Yorker Sean Ragon, der bereits seit mehr als 15 Jahren in der DIY-Punk-, Industrial- und Experimental-Szene der US-Ostküste mitmischt. Daneben betreibt er in Brooklyn auch noch ein Label und einen Plattenladen, in den er sich für die Aufnahmen zu „Love Will Prevail“ kurzerhand ein Studio gebaut hat, um zu jedem Zeitpunkt in der Hand zu haben, wie sich das Album, an dem außerdem Glenn Maryansky (Schlagzeug), die Violinistin Christiana Key, Ning Nong (Percussion) und die Sängerin Beverly Hames beteiligt waren, entwickelt. Dass Mr. Ragon unter diesen Umständen auch gleich noch das Mixing übernahm, versteht sich fast von selbst.

Insgesamt zehn Tracks sind durch seine strenge Qualitätskontrolle gekommen und können am ehesten mit den Stempeln „Wave“ und „Neofolk“ versehen werden. Der Opener „Man And Man’s Ruin“ lässt es zunächst etwas ruhiger und leicht unterkühlt angehen, ehe „Golden Age“ Tempo aufnimmt und unversehens ins Bein geht. Hypnotisch-düster und aufs Wesentliche reduziert schließt sich „Prince of Peace“ mit flirrenden Gitarren an, bevor „Garden of Delights“ mehr Rhythmus ins Spiel bringt. Hier lässt der Sound noch an ein Konglomerat aus NICK CAVE und BAUHAUS denken, doch mit „A New Way (Version)“ schleicht sich eine neue, schrammelig-beschwingte Note ein, die auch dem minimalistischen „New Old Ways“ eigen ist. Derweil lässt das aufgeräumte und mit Bläsern aufgemotzte „Path of Total Freedom“ an die DROPKICK MURPHYS auf dunklen Pfaden denken, um unvermittelt zum knackigen „The Gateway“ überzuleiten. Hier ist das tief tönende Organ des Multiinstrumentalisten Sean Ragon (E- und A-Gitarre, Synthie, Bass und Posaune) ebenso prägnant wie bei den vorangegangenen Songs und auch das dramatisch anmutende „To Lay With Wolves“ bleibt von der charismatischen Stimme des Masterminds getragen, der auf der Zielgeraden von NEW MODEL ARMY und allerlei Dark-und New-Wave-Einflüssen a la JOY DIVISION oder auch ECHO AND THE BUNNYMEN inspiriert worden sein könnte. Auf jeden Fall klingt „It Took A Lifetime“ nach genau diesen Ingredienzien.

Macht in Summe einen gelungenen Mix aus psychedelischem Neofolk, verschiedenen Wave-Spielarten, Post-Industrial und einem Hauch MILES DAVIS der späten Sechziger, den insbesondere die tieftraurigen Kinder der Nacht zu schätzen wissen werden, die sich selbige in den Achtzigern um die Ohren geschlagen haben.

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