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CYNDI LAUPER - Bring ya to the brink

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Artist CYNDI LAUPER
Title Bring ya to the brink
Homepage CYNDI LAUPER
Label EPIC/ SONYBMG
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

CYNDI LAUPER? Damit verbinden wir doch alle 80er Jahre Popmusik. Die Damen tanzen heute noch zu „Girls just wanna have fun“, vergnügen sich dabei, egal ob Geschäftsführerin oder Hausfrau. Der Rest schwelgt in Gedanken an die „für die Ewigkeit geschaffene“ Ballade „Time after Time“. In letzter Zeit war es etwas still geworden um die Dame. Musik hat sie aber immer noch gemacht, 2008 ist sie damit im Dancefloor angekommen. Offensichtlich aber nicht derselbe, dem MADONNA seit einiger Zeit mit ihrem Jugendwahn frönt.

So klingt der gewöhnungsbedürftige Einstand „High and Mighty“, als wäre die Lauper bei Housemusikproduzenten aus Wien zu Gast gewesen. Klingt ein wenig nach LOUIE AUSTEN. Warum? Ganz einfach, die Stimme ist immer noch grandios. Ihr einzigartiges Organ fließt in näselnder Nonchalance begeisternd durch die pulsierenden Tanzbodenbässe von „Into the nightlife“, die klopfende Electrobeatrhythmik von „Echo“ ebenso wie durch das grandiose Synthpopkonstrukt „Lay me down“. Da ist CYNDI LAUPER ganz Herrin der Dinge, auch wenn sich beim ersten Hören ein vertrautes Gefühl erst spät einstellt. Zu sehr auf modern gedrillt pumpen, tackern und wummern die Bässe durch die Boxen. Dem Ohrwurm „Into the nightlife“ kann man sich kaum entziehen, auf Ibiza hätte man diesen Titel allerdnigs genauso erwarten können. Also doch ein wenig MADONNA für die Clubs, woran auch der freakige „Rocking chair“ mit seinen HipHop-Versatzstücken nichts ändert. Nach den Tiefpunkten „Lyfe“, das mit Soul versucht, schwarzen R ’n’ B in Cyndis Stimme zu hauchen, und dem 70ies Discotrack „Same ol’ story“ widerfährt dem Album eine Wandlung zum Besseren. Das bereits angesprochene „Lay me down“ bringt die Synthesizerteppiche in Wallung und Körper in Bewegung. Quäkend platziert sich Cyndi Lauper direkt unter der blitzenden Discokugel und lässt die Nächte durchtanzen. Sonnenstrahlengleich massiert der Bass die Wärme in den Körper, den durch die Blutbahn fließenden Synthesizerbeats folgend. „Give it up“ folgt mit harten Breakbeats, laszivem Gesang und einem elektronikunterstütztem Ohrwurminfizierenden Refrain. Plötzlich klappen auch die Disconummern, wenn „Set your heart“ himmelstürmend im Laserlicht tanzt und sich mit „Rain on me“ die herbeigesehnte Ballade entfaltet. Etwas zu hektisch mit frickelnden Beats garniert ist der weiche Gesangsteppich doch Lauper-typisch einhüllend.

Wer Cyndi nur aufgrund ihrer 80er Jahre Hits kennt, wird von “Bring ya to the Brink” zunächst enttäuscht sein. Fans, die auch die Veröffentlichungen der letzten Jahre verfolgt haben, werden das Album hingegen als Weiterentwicklung anerkennen. Cyndi Lauper ist in den Clubs angekommen. Wenn auch nicht jeder Titel gleich im Ohr landet, mit „Bring ya to the brink“ bringt sie die Masse auch 2008 noch so zum tanzen, wie damals mit „Girls just wanna have fun“.

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