Band Filter

Request did not return a valid result

D-A-D - 30 Years 30 Hits-Best of D-A-D 1984-2014

VN:F [1.9.22_1171]
Artist D-A-D
Title 30 Years 30 Hits-Best of D-A-D 1984-2014
Homepage D-A-D
Label AFM
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (2 Bewertungen)

Ist dem Titel dieser Compilation noch irgendwas hinzuzufügen? „30 Years 30 Hits –Best of D-A-D 1984-2014“ sagt doch eigentlich wirklich schon alles. Tatsächlich schaut das Danish Dynamite bereits auf 32 gemeinsame Jahre zurück, aber die Band betrachtet den 03.03.1984 als die Geburtsstunde von D-A-D, weil an diesem Tag erstmals Jacob Binzer mit seiner Gitarre auf der Bühne stand. Gegründet wurde die Kapelle seinerzeit als DISNEYLAND AFTER DARK vom Bassisten Stig Pedersen sowie Sänger und Gitarrist Jesper Binzer. Bis 1999 saß hinter der Schießbude zudem Peter Lundholm Jensen, der von Laust Sonne abgelöst wurde und für einen Gig in den Anfangstagen war auch Stigs Freundin Lene Glumer am Mikro aktiv, wurde jedoch alsbald vom Line-Up gestrichen, weil die restlichen Mitglieder der Meinung waren, sie passe nicht zu ihnen.

Meine ersten Kontakte hatte ich mit den Dänen 1989, als ihrer dritten Full Length „No Fuel Left For The Pilgrims“ in die Plattenläden kam. Mit dieser Scheibe wurden nicht nur die Amis aufmerksam auf die Jungs, auch der Disneyland-Konzert nahm vor allem den Namen der Melodic Heavyrocker wahr, die ihn daraufhin in D.A.D abkürzen mussten, weil man in der Walt Disney Company nicht sonderlich amused war. Es folgte übergangsweise die Schreibweise D:A:D, die inzwischen vom internetfreundlicheren D-A-D abgelöst wurde. Geblieben ist über all die Jahre die mitreißende Mucke des Vierers, der insbesondere live jederzeit zu überzeugen weiß. Elf Studio-Alben haben die Herrschaften im Laufe der letzten drei Dekaden veröffentlicht und unzählige Konzerte gegeben. Unter dem Motto 30/30/30 spielen D-A-D aktuell 30 ausverkaufte Gigs in Dänemark, bevor sie ganz Europa mit der gleichen Anzahl von Auftritten beehren. Außerdem ist Ende Januar der Best-of-Silberling „30 Years 30 Hits –Best of D-A-D 1984-2014“ erschienen, mit dem die Bandgeschichte in gelungener Weise musikalisch aufgearbeitet wird. Egal, ob alte Smasher wie das bluesgeschwängerte „Marlboro Man“ von der ersten EP „Standin’ On The Never Never“ aus 1985, Evergreens wie „Call of The Wild“, „Riding With Sue“ und „It’s After Dark“ vom 1986er Debüt „Call of The Wild“, neuere Nummern wie „Monster Philosophy“ von der gleichnamigen Langrille aus 2008 oder die Vertreter der jüngsten Studioarbeit „DIC.NII.LAN.DAFT.ERD.ARK, die 2011 veröffentlicht wurde: D-A-D sind nicht nur dem Rinderschädel als Markenzeichen treu geblieben, sondern auch ihrem laut-krachenden Cow-Punk. „I Won’t Cut My Hair“ (1987 auf „Draws A Circle“ erschienen) ist auch 2014 noch genauso energiegeladen  wie vor 27 Jahren, auch wenn sich die Frisuren der Herren zwischenzeitlich schon ein wenig geändert haben und insbesondere auf Make-up dankenswerter Weise verzichtet wird. Das sah 1989 auf dem Cover von „No Fuel Left For The Pilgrims” noch ganz anders aus. Dafür gab’s inside aber gleich zwei der größten Hits: „Sleeping My Day Away“ und „Ponit of View“. Mein Favorit vom 1991er „Riskin’ It All“ ist ganz klar „Grow Or Pay“, mit dem die Nordlichter knackig ihre weiche Seite zeigen. Auf dem siebten Studio-Output „Everything Glows“ (2000) war dann erstmals Laust Sonne an der Batterie zu hören. Eine Band-Verjüngung, die keinesfalls geschadet hat und zu weiteren gelungenen Songs wie dem Titeltrack der Langrille, „Nineteenhundredandyesterday“, „Something Good“ und „Evil Twin“ führte. D-A-D gingen es seinerzeit ein wenig ruhiger angehen, zwei Jahre später ließ das sogar der Titel „Soft Dogs“ erahnen, doch mit „Scare Yourself“ und „Lawrence of Suburbia“ kehrte die Truppe 2005 eindeutig wieder zu ihren Kernkompetenzen zurück.

Hier noch die Tracklists der beiden CDs in Gänze:

CD 1:

01. Marlboro Man
02. Call of The Wild
03. Riding With Sue
04. It’s After Dark
05. Isn’t That Wild
06. I Won’t Cut My Hair
07. Black Crickets
08. Sleeping My Day Away
09. Jihad
10. Point of View
11. Girl Nation
12. Bad Craziness
13. Grow Or Pay
14. Laugh And A 1/2
15. Reconstrucdead

16. Naked (But Still Strippin’)

CD 2:

01. Empty Heads
02. Home Alone 4
03. Hate To Say I Told You So
04. Everything Glows
05. Nineteenhundredandyesterday
06. Something Good
07. Evil Twin
08. Soft Dogs
09. Scare Yourself
10. Lawrence of Surburbia
11. Monster Philosophy
12. A New Age Moving In
13. I Want What She’s Got
14. We All Fall Down

Wer bislang noch nicht das Vergnügen mit den dänischen Rockern hatte, kommt an „30 Years 30 Hits –Best of D-A-D 1984-2014“ kaum vorbei, wenn es erdiger Rock’n’Roll mit viel Schmackes sein darf. Die langjährigen Fans werden vermutlich die 30 Lieder bereits auf den jeweiligen Alben ihr eigen nennen, dürfen aber trotzdemgern  zuschlagen, sich an der Songauswahl erfreuen und gedanklich die letzten 30 Jahre Revue passieren lassen. Ich weiß zumindest noch ganz genau, wann und wo ich beispielsweise „Point of View“ zum ersten Mal gehört habe. Viel Spaß beim Schwelgen in Erinnerungen und Neuentdecken des Danish Dynamite!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

D-A-D - Weitere Rezensionen

Mehr zu D-A-D