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D-A-D - Monster Philosophy

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Artist D-A-D
Title Monster Philosophy
Homepage D-A-D
Label 3R ENTERTAINMENT
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.8/10 (4 Bewertungen)

Wenn ich an D-A-D denke, kommt mir zuallererst das Video zu „Bad Craziness“ in den Sinn. Dieser Typ im Fallschirmspringer-Outfit und dem zweisaitigen Raketenbass passte irgendwie nicht recht zu der klanglich insgesamt doch recht „gewöhnlichen“ Rockband und gerade dadurch ist dieses Zeugnis der End-Achtziger-Videokunst unauslöschlich in mein Hirn gebrannt. Auch das Veto des Disney-Konzerns gegenüber ihrem eigentlichen Namen („Disneyland After Dark“) gehört zur Musikerfolklore … Nun sind seit 1989 (und der Veröffentlichung der ersten EP 1985) wahrlich einige Jahre in das Land gezogen und umso verwunderlicher und bemerkenswerter ist es, dass die Kopenhagener mit „Monster Philosophy“ einen weiteren Tonträger vorlegen (das zehnte Studioalbum!). Und noch verwunderlicher ist es, dass dieses recht gediegen aber umso gelungener ausfällt!

Nach pappig produziertem Militär-Intro, das erst einmal auf die fälsche Fährte führen soll, rockt „Revolution“ dann straight und rocknrollig aus den Boxen. Klassischer Konzert-Opener, genauso wie das treibende „Beautiful together“. Auch radiotaugliche Midtempo-Rock-Nummern wie „Nightmares in the daytime“ oder „You wont change“ lassen sich auf dem voll gepackten Album finden. Eine Überraschung ist der lupenreine Hit „Too Deep for me“, der ein wenig an unaufgeregte RED HOT CHILI PEPPERS erinnert, aber mit seinen kleinen Soundspielereien und der einnehmenden Melodie kaum aus dem Kopf zu bekommen ist. Schönes Ding! Auch der Titeltrack setzt durch seine „ZZ TOP-Gitarren knallen auf FRANZ FERDINAND-Beats“ -Attitüde eine eigene Duftmarke, so dass sogar das tanzende Indie-Volk seinen Spaß daran haben könnte. Eine Nummer wie „If you had a head“ erinnert unerklärlicherweise an einen typischen BEATSTEAKS-Kracher. „Chainsaw“ klingt so, wie es heißt, ist aber einer der wenigen schwächeren Nummern, da das Riff langsam im Rentenalter ist. In meinen Augen richtig gut wird es bei den entspannten Laidback-Nummern wie „Milk and Honey“ (CHRIS ISAAK anyone?), „I am River“ oder „Money always takes the place of life“ (kann man amerikanischer klingen?), die mit schöner Gitarrenarbeit und melancholischem Gesang glänzen. Überhaupt stehen die ruhigen Nummern am Ende des Albums vermehrt im Blickpunkt, lediglich der Bonustitel „House of fun“ zieht das Tempo noch einmal an.

Alles in allem ein überraschend vielseitiges, gut produziertes Album, das mit durchweg gelungenen Songs zu überzeugen weiß. Aber es steht zu befürchten, dass eher der gestandene Rocker jenseits der Dreißig die Kompositionen am Meisten zu würdigen weiß… was natürlich nicht im Geringsten als Kritikpunkt verstanden werden sollte. Im Zuge des neuerlichen AC/DC-Revivals kommen D-A-D eigentlich genau zum richtigen Zeitpunkt! Enough fuel left for the pilgrims!

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