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D-A-D - Scare Yourself

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Artist D-A-D
Title Scare Yourself
Homepage D-A-D
Label NOISE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Ruhig war es geworden um die vier Herren aus Kopenhagen im beschaulichen Dänemark. Bestand nach zwei eher lauen Scheiben („Everything Glows“ 2000 und „Soft Dogs“ 2002) auch der dringende Verdacht, dass das Danish Dynamite an Explosivität verloren haben könnte, so melden sich D-A-D beruhigend druckvoll zurück. Seit mehr als 20 Jahren rocken die Skandinavier nun schon, wenngleich es nach ihren größten Erfolgen Ende der 80er/ Anfang der 90er doch etwas ruhiger um die Band geworden ist.

Nachdem „Scare Yourself“ bereits 2005 in Dänemark erschienen ist, hat der Silberling jetzt auch den Weg in die deutschen Plattenläden gefunden und als Dankeschön für’s Warten gibt es noch einen Bonustrack („You Filled My Head“) dazu. Den Anfang macht jedoch „Lawrence of Suburbia“ und zeigt auch ganz klar den Weg: Es geht wieder back to the roots! Satte Gitarrenriffs durchpusten die Gehörgänge und erfreuen zusammen mit dem rauen Gesang Jesper Binzers. Der Song hätte ebenso wie „A Good Day (To Give It Up) auch auf der 89-er “No Fuel Left For The Pilgrims” vertreten sein können. So muss melodiöser Power-Rock klingen! Die Gitarrenläufe zaubern ein wohliges Lächeln aufs Gesicht und der Bass ein ebensolches Wummern in der Magengegend, während die Drums perfekt unterstützen. Der Titelsong „Scare Yourself“ erinnert mich ein wenig an THE HIVES, stellenweise wird’s auch mal etwas poppiger, dann melden sich aber die Gitarren und vor allem die wunderbar dreckigen Vocals zurück. Kein Grund zum Fürchten also. „No Hero“ spielt hingegen durchaus auch mal mit dem Punk; bei „Hey Now“ graben D-A-D dann ganz tief und bedienen sich mal wieder beim Cowboy Punk, mit dem sie mal vor vielen, vielen Jahren begonnen haben. „Camping In Scandinavia“ ist wieder einer der Oldschool-Hardrock-Songs, mit denen D-A-D sich zu Recht einen Namen gemacht haben. Könnte ein würdiger Nachfolger von „Sleeping My Day Away“ werden. „Unexplained“ lebt vor allem von Jespers Stimme, der in bester Bon-Scott-Tradition, seinen Stimmbändern wirklich alles abverlangt. Mit „Little Addict“ wird es ein wenig ruhiger, nicht wirklich balladesk, aber durchaus kuscheltauglich kommt das Akustik-Stück daher. „Dirty Fairytale“, „Allright“ und „Last Chance To Change“ sind ganz einfach gut gemachte erdige Rocksongs ohne Verfallsdatum. Im Bonustrack schwingen leicht die 70-er Jahre mit. Eines der wenigen ruhigeren Stücke mit sehr schönem Gitarrenspiel.

Meinen Glückwunsch an die Dänen! Nicht ein Hänger, 42 Minuten pure Spielfreude und eine gelungene Rückbesinnung auf das, was das Kleeblatt am besten kann: Ehrlicher Rock ohne Weichspüler-Einsatz. Zwar haben D-A-D das Rad nicht neu erfunden und ein zweites „Point Of View“ ist auch nicht geschrieben worden, aber für ungetrübten Musikgenuss reicht es allemal!

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