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DAFT PUNK - Random Access Memories

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Artist DAFT PUNK
Title Random Access Memories
Homepage DAFT PUNK
Label SONY
Leserbewertung
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3.7/10 (10 Bewertungen)

Um DAFT PUNK ranken sich ja allerlei Gerüchte: Wer sind die Gestalten hinter den futuristischen Helmen? Sind es überhaupt Männer? Stecken hinter DAFT PUNK womöglich die gleichen Macher wie hinter JUSTICE? Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter, die beiden Herren, welche die französische Elektroformation vor 20 Jahren aus der Taufe gehoben haben, dementieren fleißig und bescheren ihren Fans jetzt das vierte Studioalbum „Random Access Memories“, das immerhin acht Jahre auf sich waren ließ. Entsprechend groß war dann auch bisher der Hype um jeden Schnipsel Vorabmusik…

Mit ihrer ersten Single-Auskopplung, dem schmissigen „Get Lucky“ (mit Pharrell Williams am Mikro), haben die Franzmänner bereits die Dancefloors und Top Ten gestürmt, ob dies der Langrille ebenfalls gelingt, hängt davon ab, wie die Partygemeinde auf den Oldschool-Sound reagiert. Angefangen bei den funky Sounds des Openers „Give Life Back To Music“, über die smoothe Vocoder-Ballade „The Game of Love“ und das neunminütige „Giorgio By Moroder”, das mit Interviewschnipseln des Synthie-Urgesteins Giorgio Moroder beginnt bis zur angejazzten Piano-Nummer „Within“, für die Chilly Gonzales ins Boot geholt wurde. Für das poppige „Instant Crush“ schraubte Julian Casablancas (THE STROKES) seine Stimme in erstaunliche Höhen, bevor es erneut mit Mr. Williams und Nile Rodgers bei „Lose Yourself To Dance“ abermals sehr funky zur Sache und auf die Tanzfläche geht. Das an einen LSD-Trip erinnernde „Touch“ mit seinen 250 Spuren ist extrem komplex ausgefallen und begrüßt Paul Williams als Gast, ehe mit „Beyond“ ein filmreifes Intro gereicht wird, auf das entspannte Dance-Klänge folgen, um dank „Motherhood“ wenig später mit instrumentalen Spielereien ums Eck zu kommen. Soulig schließt sich „Fragments of Time“ (feat. Todd Edwards) an, um in Kollaboration mit Panda Bear „Doin’ It Right“ den passenden basslastigen Electrosound zu verpassen. Am Ende gibt es mithilfe von „Contact“ noch einmal die volle Electro-Breitseite inklusive fetter Schlagzeug-Gewitter und DJ Falcon an den Reglern.

DAFT PUNK erfinden sich mit „Random Access Memories“ nicht neu, revolutionieren auch ihren eigenen Stil in keiner Weise, sondern schaffen vielmehr ein perfekt produziertes, abwechslungsreiches Dance-Album, mit dem die Generation, die mit DAVID GUETTA sozialisiert wurde, möglicherweise erst warm werden muss.

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