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DAGOBA - Post Mortem Nihil Est

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Artist DAGOBA
Title Post Mortem Nihil Est
Homepage DAGOBA
Label EARMUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

DAGOBA kommen aus Frankreich und zelebrieren dort ihren Neo-Thrash/ Metalcore seit jetzt schon 13 Jahren. Das Land ist nicht gerade berühmt für seine Metal Bands, GOJIRA gehören zu den wenigen, die sich international ein wenig durchgesetzt haben. Frankreich ist eher das Land des Hip-Hop und des Chansons. Dass es dennoch anders geht, beweisen DAGOBA mit ihrem mittlerweilen bereits fünften Album namens „Post Mortem Nihil Est.“ (die Übersetzung dürfte relativ eindeutig sein…) Die Herren haben es geschafft, in den 13 Jahren ein relativ stabiles Line-up zu halten, jedes Album übertraf zumindest meiner Meinung nach die vorherigen qualitativ. Allerdings gab es einige Bedenken, als im vergangenen Jahr Gründungsmitglied/ Gitarrist Izakar die Band nach einem heftigen Streit verließ, aber schnell fand man mit Yves Terzibachian adäquaten Ersatz.

Entsprechend meiner bereits erwähnten Theorie ist „Post Mortem Nihil Est“ fast zwangsläufig DAGOBAs bislang bestes Album geworden. Von Anfang an fühlt es sich durchdacht und fokussiert an. Es klingt düster und beschäftigt sich – bei dem Titel kaum überraschend – intensiv mit dem Tod. Musikalisch startet man mit dem Opener „When Winter…“ gleich voll durch, dieser erinnert mit seinen Clean-Vocals und den großartigen Melodien an ältere FEAR FACTORY. Die nachfolgenden Nackenbrecher „The Realm Black“ und „I, Reptile“ sind dann Death Metal pur und echte Killersongs. Leider verliert sich die Combo dann ein wenig in zwar gut gemachter, aber eintöniger Ballerei, bis das ruhige Instrumentalstück „Nevada“ zum ersten Mal eine völlig neue Seite unserer westlichen Nachbarn zeigt. „The Great Wonder“ erinnert dann an STONE SOUR und geht sofort ins Ohr. Allerdings wird dann sofort weiter Gas gegeben und auf den verbleibenden Songs versucht, alles in Grund und Boden zu wälzen, was zwar nicht vollständig, aber zum Teil gelingt.

Somit wird „Post Mortem Nihil Est“ zu einem Album, das gleich mehrere Zielgruppen anspricht. Sowohl Fans von modernem als auch traditionellem Metal werden hier gut bedient. In Punkto musikalische Experimente beschränkt man sich auf das geschickte Einbauen von Industrial-Parts und ein paar Sprengseln Modern-Metal für die Eingängigkeit. Ein stürmisches und lärmendes Werk wie das selbstbetitelte Debüt von 2003 haben DAGOBA nicht mehr in petto. Dafür scheinen sie aber ihren eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen und werden definitiv noch weiter von sich hören lassen.

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