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(DAMN) THIS DESERT AIR - Distance Waits

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Artist (DAMN) THIS DESERT AIR
Title Distance Waits
Homepage (DAMN) THIS DESERT AIR
Label BASTARDIZED
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Wie auf ihrer Myspace-Seite dargelegt, beziehen die aus New Jersey stammenden (DAMN) THIS DESERT AIR ihre Einflüsse bescheidenerweise aus „Post-Progressive Alternative Space Hardcore Metal Shoegaze Grunge Ambient NewWave-Rock“. Eine bombastische Mischung von solchem Ausmaß würde sicherlich ein ganzes Album füllen können, aber nach der ersten EP „Halo Around The Moon“ und einer Split mit TELESCREEN muss man als Hörer erstmal erneut auf einen Longplayer verzichten und sich mit den sechs Stücken von „Distance Waits“ zufrieden geben.

Für mich war das kein großes Unterfangen, schließlich war mir die Combo im Vorfeld nicht bekannt. Dabei haben die Mitglieder doch schon in den unterschiedlichsten Bands agiert: Namen wie NORA, ELEMAE und THE FIRE STILL BURNS tauchen da auf, die letztendlich auch Aufschluss über die großzügig gewählten Einflüsse geben – von Hardcore bis Indie ist hier so ziemlich alles vertreten, was sich Gitarrenmusik schimpfen kann. Selbige fabrizieren auch (D) TDA, doch sind sie sehr spärlich von hardkernigen Klängen beeinflusst und lassen eher im Bereich melodischen Rocks die Muskeln spielen. Teilweise erinnern mich die Jungs auch an BREAKING BENJAMIN, durch die Space-Elemente wären sie aber ebenfalls mit FAILURE vergleichbar – zumal (D) TDA diese ja auch schon für eine Tribute-Compilation gecovert haben. Punkten kann zumindest gleich das beginnende „Ghost I Own“. Anfangs eher ruhig und mit spacigen Klängen veredelt, erwächst aus dieser Grundlage eine kraftvolle Komposition. Pumpende Rockriffs, dazu ein wahrlich stark singender Craig Cirinelli halten den Hörer kontinuierlich bei Laune. Mehr die Grunge- und Alternative-Schiene fahren „Trembles“ und das längste Stück „Before Sunrise“, die dann auch nicht nur durch Melodie und leichte Indie-Spielereien gefallen, sondern durch den Groove ordentlich Antrieb verliehen bekommen. Kurze, progressive Ausflüge und Breaks sind dennoch stetig vorhanden. Da ist „Your Atlantis“ im Hard-/ Southern Rock-Stil noch das direkteste Stück der Platte. Viel wichtiger ist aber, dass der rote Faden bestehen bleibt und man sich nicht in langweiligen Soundeskalationen wiederfindet! So gehen auch das balladeske „Made Of Gold“ und der abschließende Elektro-Beat-Remix von „Ghost I Own“ schnell und seicht ins Ohr.

Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass die Songs sehr gut greifen und vor allem Craigs Stimme innerlich nahe geht. Sowohl Freunde von Melo-Rock als auch progressiver Gitarrenmucke kommen hier vollends auf ihre Kosten. Es bleibt jetzt nur noch wünschenswert, von dem Format der EP abzusehen und für das nächste Release eine Full Length anzupeilen. Das Zeug dazu haben (DAMN) THIS DESERT AIR definitiv.

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