Band Filter

DANBERT NOBACON - The Library Book of the World

VN:F [1.9.22_1171]
Artist DANBERT NOBACON
Title The Library Book of the World
Homepage DANBERT NOBACON
Label BLOODSHOT RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.5/10 (2 Bewertungen)

Mehr als 20 Jahre lang war DANBERT NOBACON einer der Hauptprotagonisten der anarchopolitischen Band CHUMBAWUMBA, jetzt ist der Brite solo unterwegs und präsentiert seinen Longplayer „The Library Book of The World“. Bekannt für seine sozialkritischen Texte, die vor allem live einen explosiven Mix aus Musik, dem gesprochenen Wort und ätzender Satire ergeben, darf man also gespannt sein, wie die Umsetzung im Quasi-Alleingang geglückt ist.

Um es kurz zu machen: hervorragend! Ein gelungenes Singer/ Songwriter-Album mit dem gewissen Kick Rock ’n’ Roll. Der Opener „The Last Drop In The Glass“ lädt fast zum Schunkeln ein, „Straight Talk (Meet Frank)“ verführt hingegen eher zum Tanzen. „Rock’n’Roll Holy Wars“ verbindet Country, Rock und Blues mit den krächzenden Vocals des Herrn Nobacon, der bei “What Was That?” wieder zu seiner klaren Stimme zurückfindet und beschwingte Klänge mit Folk-Elementen zum Besten gibt. Besonders stark sind auf der Scheibe Saiteninstrumente aller Art vertreten. Angefangen bei elektrischen und akustischen Gitarren über Steel Guitars, Mandolinen, Bouzoukis bis hin zu Sitars und Geigen ist fast alles vertreten und produziert einen gern ins countryeske gehenden Sound wie bei „Singe My Bad Head“ oder „Wasps In November“, welches einfach gute Laune verbreitet. In diesem Sinne geht es auch mit „Red Mist“ weiter, wenn auch stärker dem Folk zugewandt. „Nixon Is My Dentist“ wird wieder rockiger, während „Tarin Kot” eine zauberhafte Akustiknummer ist. Groovige Rhythmen verspricht „William Mullholland Meets Andrew Marshall“ und bei „Christopher Barlowe“ klingt es ein bisschen wie bei den DOORS. Zu „Three Barrels Full“ scheint Danbert seinen Stimmbändern auch erst einmal ein paar Fässer Whiskey gegönnt zu haben, so kratzig-versoffen geht’s zur Sache. Südstaaten-Blues fließt bei „Jamestown 2007“ ebenso mit ein wie Irish-Folk-Versatzstücke, denen auch „Fossil Cigarette Burns“ zu einem sehr speziellen Sound verhilft. Dann folgt mit „Information Storm“ auch schon der letzte Song, bei dem noch mal geschunkelt und mitgegrölt werden darf.

Ein amüsanter Mix handgemachter Musik, der erst recht live eine Freude sein dürfte. Deshalb sei an dieser Stelle auf die laufende Tour hingewiesen. Zwischenzeitlich ruhig schon mal in die Konserve reinhören und auch ruhig einen Blick auf die Texte werfen, es lohnt sich!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu DANBERT NOBACON