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DANIEL B. PROTHÈSE - 99.9/ CHZWaaR+ZMe+aaL

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Artist DANIEL B. PROTHÈSE
Title 99.9/ CHZWaaR+ZMe+aaL
Homepage DANIEL B. PROTHÈSE
Label ALFA MATRIX
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Der Belgier Daniel Bressanutti ist vielen Electroheads als Teil der legendären und stil- sowie genreprägenden EBM-Formation FRONT 242 ein Begriff. Dort hat er sich mit seinen Mitstreitern unauslöschliche Meriten für die dunkle elektronische Musik in Gänze und im Speziellen für die Entwicklung und Ausformung der Electronic Body Music erworben. Seit einigen Jahren ist Herr Bressanutti aber auch auf Solopfaden unter dem Namen DANIEL B. PROTHÈSE unterwegs. In seinem musikalischen Schaffen oszilliert er gekonnt zwischen den Polen dunkelsanfter Elektronik, der wehmütigen Schwere, dem harschen EBM-Sound – sozusagen im elektronischem Stechschritt – und dem herben experimentellen Industrial- & Noisesound.

Die beiden jüngsten Veröffentlichungen zeugen eben davon. Auf dem 11-Track-Album „99.9“, welches in Zusammenarbeit mit dem Sänger/ Violinspieler Edwin Vanvinckenroye entstand, wird die dunkle und melodische Seite in Bressanuttis Musik betont, wohingegen in der limitierten 2-CD-Box „ChZWaaR+ZMe+aaL“, die experimentelle und harschere Seite zum Tragen kommt. In den 17 Tracks auf diesem Album finden sich ungewöhnliche Soundscapes, tiefe dunkle musikalische Wanderungen, aber auch harsche, harte Industrialsounds gemischt mit Noiseelementen. Ein sound- und produktionstechnisches Meisterwerk, allerdings auch sehr sperrig im musikalischen Abgang. Beide Silberlinge von „ChZWaaR+ZMe+aaL“ (Schwarzmetall?) unterscheiden sich nur in punkto Trackliste und der Auswahl bzw. Länge. Stilistisch ist der Unterschied marginal. 

Wer den Stil von DANIEL.B. PROTHESEs Erstwerk schätzt, wird die Musik vermutlich mögen. Mir persönlich sagt der Sound der 10 Stücke auf „99.9“, trotz des manchmal etwas „nervigen“ Gesanges, deutlich mehr zu. Was Bressanutti & Vanvinckenroye dort zusammen erschaffen haben, ist großartig, düster, wehmütig und fast einzigartig! 

Anspieltipps: Opener/ Closer „FearFall“ (am besten als Closer, ohne Gesang!), „Dis+ress“, das düster flirrende „One“, das wehmütige „Brothers“ und das nach m.E. gelungenste Stück, das antreibend-düstere „Same_H“ mit seiner traumhaften Violinmelodie.

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