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DANIEL LANOIS - Player, Piano

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Artist DANIEL LANOIS
Title Player, Piano
Homepage DANIEL LANOIS
Label MODERN RECORDINGS
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DANIEL LANOIS ist ein kanadischer Musiker und Musikproduzent. Bekannt ist er vor allem für die Produktion erfolgreicher Alben von z. B. U2, BOB DYLAN oder PETER GABRIEL. Eine intensive Zusammenarbeit pflegt der 71-jährige auch mit BRIAN ENO und dem Regisseur Wim Wenders. Neben seiner erfolgreichen Produzententätigkeit ist Lanois auch selbst als Musiker tätig und hat in dieser Funktion unlängst das Album „Player, Piano“ herausgebracht.

Der Titel „Player, Piano“ bringt es dann auch direkt auf den Punkt, denn neben einem Klavier und dem Spieler eben dieses Instruments gibt es (fast) nichts anderes zu hören. Nur bei „Parade“ findet sich zusätzlich noch ein Bass ein und „Clinch“ verfügt additiv über dezente Drums. Gesang sucht man vergeblich auf den 13 Tracks, man vermisst aber auch keine Vocals, denn Daniel hat mithilfe seines Co-Produzenten Dangerous Wayne Lorenz in seinem eigenen Studio in Toronto eine Reihe von exotischen Piano-Stücken verfasst, die etwas Hypnotisches an sich haben. Einen kleinen Vorgeschmack offerierte bereits der vorab veröffentlichte Opener „All My“, den DANIEL LANOIS selbst so beschreibt: „…eine Melodie, die ich als Abschiedsgruß für meinen kleinen verstorbenen Bruder schrieb. Der Klavierpart basiert auf einem Ansatz, den ich von Steven Tyler von AEROSMITH gelernt habe. Vor einiger Zeit war Steven bei mir zu Hause und spielte auf meinem Klavier. Er zeigte mir, wie man einen Akkord mit der rechten Hand wiederholt, während man gleichzeitig mit der linken eine bewegte Melodie spielt – ein echter Wendepunkt in meinem Klavierspiel… Danke, Steven!“ Nach diesem ruhigen Start übernimmt „Lighthouse“ mit rhythmusbetonten Variationen, wohingegen die zweite Single-Auskopplung „Eau“ ein filigranes Wiegenlied zu sein scheint und man die Musik insgesamt als eine gefühlvoll-melancholische Sammlung von introvertierten Balladen begreifen sollte.

Um den besonderen Sound auf „Player, Piano“ zu erreichen, hat der mehrfache Grammy-Gewinner gemeinsam mit seinem Mitstreiter Lorenz jedes der drei Klaviere im Studio umgestaltet. Die Saiten wurden zum Beispiel mit Geschirrtüchern gedämpft, und um den perkussiven Aufprall der Hämmer abzuschwächen, legten sie kleine Filzkissen auf die Köpfe. Für die Recordings selbst wurden alte Bändchenmikrofone verwendet, die nicht vor, sondern hinter den Instrumenten angeordnet wurden, um den Klang noch weicher zu machen. „Ich hatte beschlossen, dass wenn ich eine Klavierplatte mache, würde ich die Aufnahmen wie aus den 40er und 50er Jahren klingen lassen, als das Klavier noch weich und schön war“, sagt der Künstler erklärend. Wer eine Auszeit vom hektischen Alltag sucht und sich im positiven Sinne von intimer Musik einlullen lassen möchte, ist bei DANIEL LANOIS und seinem jüngsten Projekt „Player, Piano“ goldrichtig!

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