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DANKO JONES - Never Too Loud

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Artist DANKO JONES
Title Never Too Loud
Homepage DANKO JONES
Label BAD TASTE RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

DANKO JONES zählen zu den „Rotzlöffeln“ im Rock ’N’ Roll-Zirkus. Besonders Fronter, Gitarrist und Namensgeber Danko Jones pflegt bei Live-Gigs eine leicht vulgäre Art, die hervorragend den dreckigen Sound der Band irgendwo zwischen Garagenrock, Blues und Punk untermauert. Bereits seit 1996 steht Danko mit Bassist John Calabrese auf der Bühne, nach dem Fortgang von Damon Richardson bearbeitet jetzt Dan Cornelius die Felle. Hierzulande ist das kanadische Trio 2001 als Support der BACKYARD BABIES bekannt geworden. Ein Jahr später folgte das erste Studioalbum „Born A Lion“, dem sich zwei weitere Langrillen plus ausgedehnte Tourneen anschlossen.

Nun gibt’s den vierten Streich, der mit „Code of The Road“ in typischer DANKO JONES-Manier beginnt. Abgehackte Gitarrenpowerchord- und Singletoneriffs im Stile von AC/DC treffen auf einen stark verzerrte Bass, wie ihn auch Lemmy von MOTÖRHEAD spielt. Es geht gleich ordentlich zur Sache, genauso wie man es von den Herrschaften kennt und liebt. Mit „City Streets“ orientiert man sich ein wenig mehr Richtung THIN LIZZY, während mit „Still In High School“ im Stil von „First Date“ vom 2006er-Vorgänger „Sleep Is The Enemy“ nach vorn gerockt wird. Ganz neue Töne vernimmt das überraschte Ohr bei „Take Me Home“. Hier wird’s geradezu poppig: Statt mit brachialem Sound die Gehörgänge durchzupusten, lässt es der Dreier erstaunlich ruhig angehen – diese Singleauskopplung dürfte die Fans polarisieren. Dafür begibt man sich mit „Let’s Get Undressed“ wieder auf bekanntes Terrain zurück. Ironische Texte treffen auf knüppeldicke Gitarrenriffs und eine starke Rhythmusfraktion, bevor „King of Magazines“ wieder einen Gang zurückschaltet. Ob DANKO JONES langsam in die Jahre kommen? Schmackes hat der Song durchaus, allerdings fällt das Trio hier nicht in gewohnter Weise mit der Tür ins Haus. Für das schleppende „Forest For The Trees“ wurde Ex-KYUSS-Shouter John Garcia mit ins Boot geholt, der bereits bei „Sleep Is The Enemy“ als Gast mit von der Partie war. Des weiteren ist noch Peter Stahl am Start, der SCREAM-Sänger singt im Duett mit Mr. Jones eine Stoner-Ballade, die Tiefgang beweist und über die bekannten DANKO JONES- Rock’N’Roll-Klischees hinausgeht. „Your Tears, My Smile“ zählt dafür wieder zu den rotzigen Krachern, während „Something Better“ ein echter Gute-Laune-Rocker geworden ist. Auch „Ravenous“ gibt sich beschwingt, dann geht der Titeltrack „Never Too Loud“ noch mal in die Vollen.

DANKO JONES können auch mit ihrem vierten Longplayer überzeugen. Hier und da sind die Kanadier neue Wege gegangen, ohne sich selbst jedoch untreu geworden zu sein. Den einen oder anderen Fan mag das etwas verwirren, geschadet hat es der Mucke aber keineswegs. Richtig geil sind DANKO JONES zweifelsohne live, im April sind die Herrschaften auf Europa-Tour, darunter werden auch drei Deutschland-Termine sein – also nichts wie hin!

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